Morgens ist es noch sehr frisch mit 9 Grad, aber es soll heiß werden. Das macht nichts, wir wollen ja in die höheren Lagen. Doch wir werden enttäuscht, den die Hochlagen des Nationalparks wurden gesperrt wegen dem Buschfeuer. Die Strasse ist versperrt durch eine Schranke und es heißt, dass die Leute, die länger oben wandern, ausgeflogen werden.
Seltsamerweise findet man weder im Internet noch auf der Seite des Nationalparks einen Hinweis auf ein Feuer. Vielleicht ist es nur eine Sicherheitsmaßnahme, denn der Wind soll morgen stärker werden und die Temperaturen ansteigen. Wir laufen den Three Falls Walk, der nicht besonders aufregend ist.
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Außerdem laufen den Weg heute nicht nur all die vielen Tagesbesucher, sondern auch noch alle anderen enttäuschten Wanderer, die höher hinauf wollten.
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Es nervt alles etwas.
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Die Wasserfälle sind schon schön, aber es ist einfach zu viel los dort.
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Nachmittags gibt ein eigenartiges Licht und Ascheflöckchen regnen herunter. Ansonsten sieht man nichts von einem Feuer hier unten am Berg.
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Mehr durch Zufall sehe ich eine große Versammlung in der Campkitchen, wo die Ranger eine Info-Veranstaltung abhalten aufgrund der Feuersituation. Bis morgen sollte hier alles sicher sein. Ab dem Vormittag werden aber starke Winde erwartet, die das Feuer anfachen und weiter treiben können. Man rechnet auf alle Fälle mir Rauch, Asche etc., so dass Menschen mit Bronchialproblemen lieber früher als später fahren sollten. Unsere tasmanischen Nachbarn - ein älteres Ehepaar - brechen gegen 18 plötzlich ihr Lager ab. Ich frage ihn, was los ist und er meint es seien ihm zu viele Leute hier. Sie gibt wenig später eine andere Auskunft. Wahrscheinlich wollen sie einfach keine Panik verbreiten. Wir bauen schon mal die Markise ab und räumen möglichst gut auf, damit wir bei Bedarf auch schnell weg sein können.