Um 7:40 stehen wir vor der Toyota Niederlassung. Der Aufenthaltsraum ist bei den Verkaufsräumen untergebracht. Es gibt statt der üblichen Couch zwei Tische und Stühle, außerdem Wasser, Kekse und Kaffee.
Wir werden immer wieder gefragt, ob wir noch einen Kaffee wollen oder ob sie uns irgendwohin fahren sollen. Wir verneinen und arbeiten weiter am Computer. Gegen Mittag kommt Paul, mit dem wir zuerst am Telefon gesprochen haben. Der Service wird wohl noch den ganzen Tag dauern. Ich hole im IGA nebenan etwas zum Essen und zwei Cola. So langsam fragen die Verkäufer, ob wir hier wohl auch übernachten wollen. Irgendwann am Nachmittag kommt Paul nochmal und meint es dauert nicht mehr lange. Emma würde gerade Probe gefahren. Es dauert trotzdem noch einige Zeit. Wahrscheinlich will jeder der Serviceleute mal einen Linkslenker ausprobieren...Um 17 Uhr fahren wir zum Oval Motel, wo ich angerufen habe und unsere site für eine weitere Nacht reserviert habe.
190131 133800 EmmA

Morgens sitzen Pelikane auf dem Steg
190130 065011 Narrung
und einige purple swamphens staksen durch die Gegend.
190130 065311 Narrung
Wir nehmen die Fähre,
190130 083024 Narrung
die erstaunlicherweise nichts kostet und fahren ans gegenüberliegende Ufer.
190130 083411 Narrung
Es geht weiter auf direktem Weg nach Murry Bridge, weil wir möglichst bald bei Toyota sein wollen in der Hoffnung, dass es mit dem Termin morgen klappt. Paul, mit dem wir telefoniert haben, ist nicht auffindbar, und auch der vorläufige Termin steht nicht im Kalender. Aber eine nette Dame nimmt unsere Daten auf und wir bekommen einen Termin für morgen früh um 8 Uhr. Wir fahren in den Ort und suchen uns einen Parkplatz im Schatten. Es ist sehr heiß heute. Wir messen Emma nochmal aus, wegen der Fähre nach Känguru Island. Ich besuche das Tourist Information Center, wo eine sehr hilfsbereite ältere Dame sich viel Mühe gibt. Wir laufen eine Runde, aber dieses town center gibt nichts her. Es gibt ein ziemlich neues Einkaufscenter mit Woolworth und Foodcourt, wohin sich die Aktivitäten des Ortes verlagert haben. Wir fahren noch zum Bunyip, den die Dame aus dem Infocenter erwähnt hat. Auf Knopfdruck und unter viel Lärm erscheint er aus dem Wasser. Dem Armen fehlt ein Arm. Wir fahren noch über die historische Murry Brücke von 1886
190130 125347 Murray Bridge
und suchen uns einen car wash. Unsere große Spinne zeigt sich einmal wieder auf der Motorhaube. Sie hat die Überfahrt mit der Fähre scheinbar auch gut überstanden.
190130 130623 Murray Bridge
.Dann gibt es noch einen Einkauf bei Aldi und versuchen wir unser Glück beim Oval Motel nebenan, das nur zwei Stellplätze hat. Wir bekommen eine site und der Platz ist gut abgeschirmt von der Strasse, die amenities sind sehr sauber. Wir waschen gleich noch und dann räume ich das Auto hinten aus. Wir brauchen einen Ölfilter aus dem Fach hinter dem Kühlschrank. Heute ist eindeutig der falsche Tag für so etwas. Ich fühle mich wie in der Sauna. Später gibt es nach langer Zeit einmal wieder BBQ. Der Wind wird immer stärker und wir bauen die Markise wieder ab.

Wir fahren  zum Seafood-Verkauf, um ein Foto zu machen. Vor vielen Jahren haben wir hier das erste mal Lobster gegessen. Leider hatte der Laden gestern und auch heute Morgen geschlossen.
190129 082700 Kingston
Dann gibt es noch einen Besuch beim historischen Cape Jaffa Leuchtturm und beim BigLobster.
190129 084506 Kingston
Wir fahren die Küste entlang nach Norden und machen einen Abstecher zur Chinaman Well.
190129 090613 Coorong

190129 100841 Coorong
Gegen 9 Uhr rufen wir bei Toyota in Victor HArbor an wegen eines Kundendiensttermins. Der nächste mögliche wäre Dienstag. Wir versuchen unser Glück bei Toyota in Murray Bridge, wo der Mann am Telefon keinen Termin zusagen möchte, ohne erst das Fahrzeug gesehen zu haben. Nach einigem Hin und Her vereinbaren wir, dass wir morgen vorbeikommen und er einen vorläufigen Termin für Donnerstag einträgt. Einige Kilometer weiter fahren wir hinaus zu Jacks Point, wo man Pelikane beobachten kann. Es ist sehr wenig Wasser in der Lagune und es riecht muffig. Wir sehen in weiter Ferne ein paar der Vögel. Einige Arbeiter sind gerade damit beschäftigt mit einer elektrischen Säge Büsche und Bäume in Form zu bringen, was der Vogelbeobachtung hier auch nicht zuträglich ist.
190129 101131 Coorong
Wir fahren weiter nach Meningie. Das Tourist Information Center ist sehr speziell. Es gibt hier Krusch und Souvenirs, selbstgemachte Marmeladen, Kunsthandwerk, Obst, Bücher und vieles mehr. Wir kaufen eine Mullberry Jam, ein Chutney, Cherrytomaten und Haselnußkekse. Gegenüber soll eine Bushranger Statue sein. Wir müssen lachen, als wir sie entdecken. Es handelt sich um einen Strauß mit einem Sattel auf dem Rücken. Hier ist die Geschichte dazu: .
190129 115851 Meningie
Beim Beobachtungspunkt für Pelikane haben wir Glück, es sind gerade sehr viele Vögel hier versammelt.
190129 123558 Meningie
Wir fahren noch auf die kleine Halbinsel.
190129 132629 Narrung
Die Gegend hier hätten wir uns etwas anders vorgestellt. Sie besteht überwiegend aus abgeernteten Getreidefeldern. Zwischendrin findet man dann wieder große Stapel mit Stroh.
190129 133354 Narrung
Wir bleiben in Narrung auf dem kostenlosen Übernachtungsplatz. Die überquellenden Mülleimer und die hellen Stellen auf dem Gras deuten auf den Trubel der Ferien hin. Der Platz ist ansonsten wunderschön. Er liegt am Wasser und es gibt einen kleinen Steg.
190129 153527 Narrung
Die Fähre ist nur wenige Meter entfernt.
190129 153855 Narrung

Unser erster Stopp heute ist Millicent, wo es das Millicent National Trust Museum gibt - laut Broschüre ein "must see". Wir finden es gleich, denn es liegt neben dem Visitor Center. Der Parkplatz ist groß und leer und das Visitor Center hat geschlossen, obwohl ein Schild darauf hinweist, dass es einzig am Christmas Day zu hat. Naja, heute wird der Australia Day vom Samstag nachgeholt, das ist ja fast wie Weihnachten und vielleicht machen sie ja noch irgendwann auf, wenn sie ausgeschlafen haben. In der Wiese ist ein Memorial, das an den Ash Wednesday 1983 erinnert, als es innerhalb von 12 Stunden 180 Feuer gab, die geschürt wurden von Winden mit Geschwindigkeiten von 110 km/h.
190128 094049 Millicent
Wir fahren weiter nach Beachport, einem schönen Urlaubsort am Meer. Das Wasser hat eine türkisblaue Farbe. Wir laufen auf die Jetty hinaus, wo ein starker Wind weht. Es ist die zweitlängste Jetty in South Australia mit 772 Metern.
190128 111524 Beachport
Je weiter man hinauskommt, desto schlechter wird ihr Zustand. Die Bretter knarzen und haben Lücken. Ab und zu kann man auf den tragenden Balken blicken, der auch nicht mehr in Topp-Form zu sein scheinen.
190128 122233 Beachport
Ich wäre gern einmal wieder im Meer gegangen, aber es ist zu frisch. Auch bei den anderen Besuchern hält sich der Badedrang in Grenzen. Wir laufen noch eine kleine Runde, bevor wir weiter fahren entlang dem Scenic Drive durch den Ort. Man hat sehr schöne Ausblicke auf das Meer und interessante Felsen.
Uns kommen eine Menge Fahrzeuge entgegen, es scheint allgemeine Aufbruchstimmung zu herrschen. An den Campingplätzen gibt es bereits große Lücken. Morgen fängt die Schule wieder an in Südaustralien. Wir haben es endlich geschafft und die langen Ferien sind zuende!!
Einige Kilometer nach Beachport geht es zu einer Sehenswürdigkeit, die uns nichts sagt: Woakwine Cutting. Wir sind neugierig und fahren hin. Es gibt einen kleinen Lookout und eine Erklärung 
190128 124555 Woakwine Cutting
Wir fahren noch den halben Kilometer um uns das Resultat der Aktion anzusehen.
190128 125028 Woakwine Cutting
Dann geht es weiter nach Robe. Hier ist einiges los und viele Läden haben sogar geöffnet. Wir fahren zu schönen Lookouts am Meer.
190128 134056 Robe
An einer Stelle entdecken wir eine Mini-Ausgabe der London Arch von der Great Ocean Road.
190128 135002 Robe
Wir bleiben heute in Kingston SE. Nachdem uns der Zustand der Toiletten am günstigen Übernachtungsplatz der Gemeinde nicht überzeugt hat, fahren wir zum lokalen Caravanpark.
190128 201851 Kingston

Nach einer sehr ruhigen Nacht können wir uns am Morgen auch noch Zeit lassen, denn die gebuchte Höhlentour startet erst um 10:15. Man muß vorher noch ans Wonambi Fossil Centre fahren.
190127 094045 Narracoorte Caves
Dort wird uns aber nur der Weg zur Victoria Fossil Cave erklärt. Die weitere Ausstellung würde auch noch extra kosten.
190127 100810 Narracoorte Caves
So begnügen wir uns mit den kostenlosen Displays und werfen noch einen Blick in die Stick-Tomato Cave, die man ohne Führung besichtigen kann und die auch extra kostet.
190127 100027 Narracoorte Caves

190127 095848 Narracoorte Caves
Beim Buchen der Victoria Fossil Cave Tour wird man darauf hingewiesen, dass diese Führung nichts für kleinere Kinder ist, weil sie längere Erklärungsphasen beeinhaltet. Das kleine Kind auf unserer Tour findet die Tour erwartungsgemäß stinklangweilig und quengelt auch dementsprechend während der Erklärungen.
190127 102247 Narracoorte Caves
Die Höhle ist nicht so schön wie die in Chillagoe, aber es wurden viele der Gänge ja auch künstlich gegraben,
190127 102857 Narracoorte Caves
Highlight hier sind die Fossilien.
190127 111305 Narracoorte Caves
Die Führung ist sehr interessant.
190127 111844 Narracoorte Caves
Anschließend laufen wir noch den Limestone Cliffs Hike, der sich allerdings als nicht sehr lohnenswert entpuppt. Es geht durch Gebüsch, der Weg verliert sich am Ende und man findet ein paar Felsen. Als wir zurück zum Parkplatz kommen, wartet schon die nächste Gruppe auf die Führung. Bei dieser Tour ist eine ganze Horde kleiner Kinder dabei, die die Tour und die Erklärungen sicher auch total spannend finden werden..
Ab und zu gibts auch einen LanRover
190127 125209 Narracoorte
Wir fahren nochmal nach Narracoorte ins "The Sheep's Back Museum". Die Dame an der Kasse ist sehr nett und wir bekommen ermäßigte Preise. Das Museum ist ganz schön gemacht und der Highlight ist der Shafscher-Roboter aus den 1980er Jahren. Gerhard ist begeistert und wir schauen uns den kurzen Film an zu dem Thema.
190127 135353 Naaracoorte
Hier ist die ganze Geschichte beschrieben:
Im kleinen Laden finden wir noch ein Mobile mit den schönen Superb Fairy Wrens und ein Plüschtier aus der Megafauna-Zeit.
Wir fahren zurück nach Mount Gambier und starten einen neuen Versuch im Umpherston Sinkhole. Dieses Mal entdecken wir ein Possum und sind nun zufrieden.
190127 161531 Umpherston Sinkhole

Morgens kann man wieder den Pulli vertragen...Wir fahren als erstes zum Umpherston Sinkhole, einer eingestürzten Höhle, die in einen Garten verwandelt wurde von früheren Siedlern.
190126 090345 Umpherston Sinkhol
Es gibt auch viele Possums hier, von denen man um die Tageszeit nichts sieht. Dafür wimmelt es hier von Amseln.
190126 090711 Umpherston Sinkhol

190126 092257 Umpherston Sinkhol
Im Auto denken wir anschließend darüber nach, wo wir heute eigentlich hinfahren. In Chillagoe haben wir von anderen Besuchern den Tipp bekommen, die Narracoorte Caves anzuschauen. Es ist die einzige World Heritage Site in Südaustralien. Der Nationalpark hat einen Campingplatz, den man online buchen kann. Die Führungen für heute sind alle schon voll. Daher buchen wir den Campingplatz und eine Führung für morgen früh.
Wir laufen noch eine Runde durch Mount Gambier
190126 112853 Mount Gambier
und finden einen kleinen Markt, wo wir geräucherte Forelle und einen kleinen Imbiß kaufen, bevor es weiter geht nach Penola. Wir fahren in eine der ältesten Strassen dort, die Pettycoat Lane. Hier gibt es einige alte Cottages und Gärten aus dem 19. Jahrhundert.
190126 125020 Penola

190126 125115 Penola
Emma findet wieder einige Bewunderer.
Wir fahren nach Narracoorte und eine Runde durch den Ort. Die meisten Geschäfte haben schon zu. Dann geht es zum Campingplatz, der recht trostlos wirkt. So billig ist er nun auch wieder nicht. Dafür sind die amenities in sehr gutem Zustand und sehr neu. Und das Beste: Es ist nichts los hier. Wenn wir Glück haben, können wir hier dem Australia Day aus dem Weg gehen. Es kommt später wirklich nur noch ein anderer Camper, so dass wir mit den Camp Hosts zu dritt den Platz haben.
Abends tauchen viele große graue Roos auf.
190126 200111 Narracoorte Caves

190126 211350 Narracoorte Caves

Morgens liegt die Temperatur wieder im grünen Bereich.
190125 085036 Heywood
Wir wollen nicht die A1 fahren, wo ein LKW nach dem anderen entlang rast und einen jagt, wenn man nicht auch am Limit fährt. So suchen wir uns einen alternativen Weg über Digby, vorbei an Dartmoore und entlang am Lower Glenelg Nationalpark.
Wir schauen uns einen der Campgrounds am Fluß (Pritchards Landing) an, der sehr schön ist. Jede site hat eine Feuerstelle - die man im Augenblick nicht nutzen darf.
190125 114411 Lower Glenelg
Es gibt einen Badezugang zum Fluß und eine Bootsrampe.
190125 113827 Lower Glenelg
Wir fahren weiter zwischen Nationalpark und Holzplantagen
190125 121307 Lower Glenelg
und passieren die Grenze zu Südaustralien.
190125 122057 South Australia
Hier gewinnen wir wieder eine halbe Stunde. Weiter geht es nach Mount Gambier und zum Blue Lake (https://en.wikipedia.org/wiki/Blue_Lake_(South_Australia)), der im australischen Winter grau ist und zwischen November und März eine schöne blaue Farbe annimmt.
190125 125450 Mount Gambier
Wir schauen uns die Showgrounds an, wo man übernachten kann. Es ist noch Platz für eine halbe Armee, aber ein Schild am Eingang weist darauf hin, dass alles ausgebucht ist. Wahrscheinlich gibt es wieder so ein Limit im Hinblick auf die kommerziellen Campingplätze in der Nähe. Wir fahren zum Mount Gambier Central Caravan Park, der mitten im Ort liegt und vom Preis einer der Günstigsten ist. Wir bekommen eine site und fahren zur Post, um einige Dinge nach Hause zu schicken. Das dauert natürlich wieder alles seine Zeit, bis wir die Sachen verpackt und die nötigen Dokumente ausgefüllt haben. Wir laufen noch zum Coles über die Strasse, bevor wir zu Dan Murphy und dann auf den Campingplatz fahren. Anscheinend ist ein Treffen von Oldtimern an dem Wochenende. Neben uns parkt ein schönes Auto in fast der gleichen Farbe wie Emma. Der Campinganhänger und das Zelt sind farblich auf das Fahrzeug abgestimmt.
190126 075749 Mount Gambier

Morgens ist es noch immer schön kühl und wir fahren zu Aldi um die Ecke, um noch Brot und Wasser zu kaufen. Die Verkäuferin fragt, wie lange wir hier zu Besuch sind und in welche Richtung wir fahren. Dann empfiehlt sie uns wärmstens das Tower Hill Reserve, ein Stück Nationalpark vulkanischen Ursprungs, wo es viele Tiere geben soll, darunter auch Emus. Sie schreibt uns noch den Namen auf die Rückseite des Kassenzettels. Wir fahren natürlich hin - schon wegen der Emus. Der Platz liegt direkt neben dem Highway und man verpaßt fast die Einfahrt, wenn man nicht aufpasst. Es ist eine richtige Überraschung. Die Ränder des Kraters bestehen aus interessanten Felsschichten und im Inneren gibt es Seen und Schilf-Landschaften. Wir sind noch sehr früh dran und laufen einen der Walks.
190124 102920 Tower Hill Reserve
Es gibt sehr viele Vögel her.
190124 113101 Tower Hill Reserve
Auf dem zweiten Walk entdecken wir ein Emu,
190124 101508 Tower Hill Reserve
das sich bereitwillig fotografieren läßt.
190124 104546 Tower Hill Reserve
Später kommen noch zwei Emus aus dem Gebüsch. Immer mehr Autos parken nun hier und es ist vorbei mit der Ruhe.
190124 104826 Tower Hill Reserve

190124 105225 Tower Hill Reserve
Wir trinken noch unseren Iced Coffee und fahren dann die Schleife rund um das Gebiet. Es gibt drei Lookouts.
190124 114027 Tower Hill Reserve
Anschließend schauen wir uns noch in den irischen historischen Ort Koroit, der ganz nett ist. Es wird immer heißer.
190124 120103 Koroit
In Port Fairy sind die Campingplätze nicht nur überfüllt, sondern die Preise auch noch in jenseits von Gut und Böse.
190124 123249 Port Fairy
Wir machen ein paar Abstecher ans Meer.
190124 123351 Port Fairy
Dann geht es weiter Richtung Portland. Weatherzone meint, die Temperatur im Augenblick würde 31 Grad betragen, sich aber anfühlen wie 35 Grad. Das kommt wohl von dem heißen Wind aus dem Inland.
Wir steigen aus an "The Crags", einem Lookout mit Blick übers Meer und sehr interessanten Felsen.
190124 131133 The Crags
Hier fühlt man sich, als ob man mit einem Föhn auf höchster Stufe bearbeitet wird. Dieser Wind ist wirklich krass.
190124 134604 on the way
Wir schauen uns den nächsten Campingplatz am Meer an, der aber schon voll ist. Da wir nicht unbedingt Strand brauchen, und der Wind am Meer auch nicht kühler ist, fahren wir etwas ins Inland nach Heywood. Wir schauen uns den kostenlosen Übernachtungsplatz am Fluß an, der uns sofort gefällt. Es gibt viel Schatten von großen Bäumen und grünen Rasen - doch leider keine Toiletten. Gegenüber des Highway gibt es Toiletten, aber nur sehr ungemütliche Stellplätze mit dem Hinweis, dass es Strafen gibt für Fahrzeuge, die übernachten und keine Toilette an Bord haben. Wir fahren zum Campingplatz und bekommen eine site mit Schatten unter einem Baum. Allerdings ist der Wind heiß ohne Ende. Der Mann an der Rezeption besteht auf einer Telefonnummer, allein schon für Notfälle bei dieser Wetterlage. Es hat 42 Grad und der Heißluftwind weht ohne Gnade weiter. Erst als es dunkel wird, ebbt der Wind ab und es geht kein Lüftchen mehr. Richtig gut schlafen kann man heute so wirklich nicht. Früh um 3 hat es noch 33 Grad

Wir haben überlegt, über die Great Ocean Road nach Warrnambul zu fahren, aber da ist wohl noch immer zu viel los. Außerdem möchte ich nun endlich eine Lösung für meine lose Krone. Ich habe sie schon zweimal neu befestigt (mit Zahncreme, Tipp Wolfgang. Danke!), aber irgendwie ist es lästig, immer nur einseitig zu essen. Wir fahren als erstes zu Warrnambul Dental und ich bekomme tatsächlich für heute nachmittag um 13:30 einen Termin. Dann geht es zum Warrnambool Holiday Village, dem Caravanpark im Zentrum der Stadt, der aber nur eine Handvoll Stellplätze hat. Wir haben Glück und bekommen eine site für heute Nacht. Wir fahren zurück und parken in der Nähe des Zahnarztes, dann laufen wir in der Stadt spazieren.
190123 145707 Warnambool
Bei einem Inder essen wir noch das günstige Lunch-Special, aber es ist teurer und geschmacklich nicht zu vergleichen mit dem überaus leckeren Essen in dem Foodcourt vor zwei Tagen. Alles in allem enttäuschend, aber ich denke eigentlich sowieso nur an den Termin beim Zahnarzt und hoffe dass alles gut geht und er keine Gründe findet, die Krone nicht einfach wieder zu fixieren.
Die Praxis ist in einer alten Villa untergebracht und etwas chaotisch.
190123 144852 Warnambool
Die Öffnungszeiten!!!!!
190123 144916 Warnambool
Ich habe viel Zeit beim Warten, um mich im Behandlungszimmer umzusehen. Überall tanzen dicke Wollmäuse umher. Ich entdecke ein Schild mit dem Hinweis, dass sie in den nächsten Monaten umziehen. Wahrscheinlich lohnt es sich nicht mehr, vorher nochmal die Böden zu wischen... Der Arzt ist ein netter junger Inder. Er besteht auf einem Röntgenbild, um auszuschließen, dass Schäden da sind. Nach Analyse des Bildes und der Konsultationsgebühr sind wir schon bei über 100 $. Er fragt, ob er die Krone nun wieder befestigen soll, dann würde sich der Preis nochmal verdoppeln. Ich habe ja keine Wahl. Zumindest ist er sehr geschickt und die Krone fühlt sich an wie vorher. Erleichtert und um 320$ ärmer, verlasse ich die Praxis wieder.
Wir haben heute morgen eine Ausstellung von Paul Jennings  entdeckt, der hier lebt.
190123 150204 Paul Jennings
Er schreibt sehr erfolgreich  Kinderbücher.
190123 152046 Paul Jennings
Gerhard ist irgendwann einmal über den Autor gestolpert und hat sich Bücher mit Kurzgeschichten als ebook gekauft und findet sie sehr schräg und unterhaltsam.
190123 152117 Paul Jennings
Wir schauen uns um und besuchen auch die Kunstausstellung in der nächsten Halle,
190123 152752 Warnambool

190123 152841 Warnambool
bevor es auf den Campingplatz geht. Es ist erstaunlich frisch heute mit einem kühlen Wind. Man sich kaum vorstellen, dass es morgen so schrecklich heiß werden soll.

Die Hitzewelle rollt auf uns zu und wir müssen unsere Pläne nochmal ändern.
190122 085457 Melbourne
Die Echuca Paddlesteamer wurden schon von unserer Liste gestrichen und auch unser geplantes nächstes Ziel Ballarat lassen wir weg: viel zu heiß. Wir überlegen, entlang der Great Ocean Road zu fahren, aber da ist noch Hochsaison. Die Preise selbst für eine unpowered site sind mehr als grenzwertig. Als wir Preise für Campingplätze eruieren, meint Gerhad, er wollte nur übernachten und keinen Platz kaufen.
Wir stocken unsere Vorräte auf im Aldi um die Ecke und dann fahren wir über alternativen Strecken zu den Highways. Die Gegend ist zum Teil  wirklich schön, wenn sie nur etwas grüner wäre.
190122 115327 on the way
Im Augenblick ist alles verdorrt und etwas trostlos.
190122 115512 on the way
Beige Schafe in braunen dürren Wiesen oder Getreidefeldern sammeln sich in kleinen Scharen, um sich gegenseitig Schatten zu machen.
190122 122427 on the way

190122 133326 on the way
In Colac schauen wir uns die Showgrounds an. Die Plätze außerhalb der prallen Sonne sind natürlich schon belegt, außer einem mit einem etwas zweifelhaften Nachbarn, der scheinbar schon länger hier wohnt. Zumindest hat sich einiger Müll angesammelt hinter seinem Platz. Wir fahren noch 6 km weiter und auf den Colac Otway Caravanpark. Hier gibt es noch eine Site für uns. Der Preis ist nur wenig höher als auf den Showgrounds, dafür fühlen wir uns auch viel wohler. Wir bauen die Markise auf und waschen erst einmal noch die wärmeren Sachen, die wir in den nächsten Tagen sicher nicht mehr brauchen werden.
Gerhard hat seine Halbschuhe irgendwo hinter Emma stehen lassen. Ich meine, dass wir noch immer in Australien sind, wo man Schuhe nicht einfach irgendwo stehen läßt. Gerhard hebt sie auf, schüttelt sie aus und aus einem der Schuhe rollt etwas Schwarzes, das sich  blitzschnell aus dem Staub macht.

Morgens ist es erstaunlich lange ruhig und wir schlafen bis 7 Uhr.
190121 072819 Melbourne
Nach dem Frühstück sortieren wir uns noch etwas und fahren dann mit dem Bus in die Stadt.
190121 100156 Melbourne
Es ist schön heute und warm, aber nicht zu heiß.
190121 121701 Melbourne
Wir besuchen heute Ecken in der Innenstadt, wo wir noch nicht waren. Es gibt erstaunlich viele interessante kleine Straßen und Arkaden abseits der Mall. Als wir durch einen Foodcourt laufen, entdecke ich die "Spicy Kitchen", wo es Thalis gibt. Es ist kurz nach 11 Uhr und noch nicht viel los. Wir kaufen zwei Thalis. Meine vegetarisches kostet nur 9 $, und besteht aus 2 Curries, einem Naan Brot, Reis, einem Löffel Raita und etwas indischem Salat aus Kichererbsen. Es ist scharf und wirklich lecker. Auch Gerhard's Thali mit Fleisch schmeckt toll.
Wir fahren mit der Straßenbahn nach St.Kilda an den Strand, laufen ein Stück und essen noch Mangoeis.
190121 134709 Melbourne
Wieder in der Stadt
190121 145305 Melbourne
besuchen wir noch einen Musikladen, der wirklich sehenswert ist.
190121 155823 Melbourne
Da kann man alle Sanity-Geschäfte dagegen vergessen.
190121 153844 Melbourne
Er befindet sich im Keller einer schönen alten Arkade und wirkt wie aus einer anderen Zeit. Die Auswahl ist sehr gut und Gerhard findet eine CD. Solche schönen und seltenen Läden muß man unterstützen.
190121 160043 Melbourne
Zum Abschluß gibt es noch ein Bier im Pub am Queen Victoria Market,
190121 161651 Melbourne

190121 190612 Melbourne
bevor wir zurück zu Emma fahren.

Morgens fahren wir auf alternativen Wegen zum Highway über Dunorla, Molema und Railton, wo wir kunstvoll geschnittene Bäume und Hecken entdecken.
190119 090848 Railton
Es gibt Tiere, Autos einige nette Überraschungen
.
190119 091655 Railton
Leider wurde das Projekt wohl über die Zeit etwas vernachlässigt und einige der Objekte sind nicht mehr in Topp-Form, aber uns gefallen die Werke dennoch.
190119 091718 Railton

190119 092146 Railton
Wir fahren weiter Richtung Devonport mit einem Abstecher nach Latrobe, weil wir da noch nicht waren. Wir sehen einen Carwash im Ort. Da gerade nicht viel los ist, bekommt Emma ihr Bad vor der Fähre gleich hier.
In Devonport suchen wir einige Zeit nach einem Parkplatz in der Nähe der Fußgängerzone. Nach dem Tourist Info gibt es einen größeren Platz, der nahezu umzingelt ist von Vermessern. Ein Schild weist darauf hin, dass der Parkplatz am 29.1.schließen wird. Die Stadt will hier einiges neu gestalten und nimmt dafür auch nicht wenig Geld in die Hand. Noch kann man parken und da die Schranke der Ausfahrt kaputt ist, kostet es nicht einmal etwas. Wir machen einen Rundgang und gehen auf die Post. Am Wasser sehen wir die kleine Personenfähre "Spirit of Devonport" neben der großen "Spirit of Tasmania".
190119 125633 Devonport

190119 131040 Devonport
Wir fahren nochmal weiter vor ans Wasser und zur Statue "Spirit of the sea".
190119 133620 Devonport
Ein Stück weiter gibt es ein Aboriginal Center. Es ist leider geschlossen und es finden sich keine Öffnungszeiten an der Tür. Wir sind nicht die einzigen enttäuschten Besucher. Der angrenzende Campingplatz ist total überfüllt. Wir stellen es uns schrecklich vor, hier länger bleiben zu müssen.
Auch auf dem Abel Tasman Caravanpark ist heute viel mehr los als vor fünf Wochen, aber es ist nicht überfüllt. Als wir uns einen Platz suchen, kommt einer der Dauerbewohner gerade nach Hause. Wir grüßen ihn freundlich. Er schaut etwas mürrisch und wir denken schon, er ist genervt wegen all der Durchreisenden, die hinter seiner Hütte parken. Wenig später kommt er um die Ecke und fragt, ob wir eine ebene site gefunden haben und ob wir Keile haben. Wir verneinen und er verschwindet und kommt kurze danach mit frisch gefertigten Holzkeilen zurück. Wir sollen sie halt morgen früh einfach zu seinem restlichen Holz legen. Das ist ja wirklich nett!!
Als Gerhard später die Stühle in den roten Sack packen will für die Nacht, kommt eine große Spinne heraus, ein heimlicher Mitfahrer im Auto....

Wir besuchen heute das Woolmers Estate - einer world heritage site. Erst wollen wir nur die Tour auf eigene Faust unternehmen, überlegen es uns dann aber anders und buchen die Führung durch das Haus mit, in das man ansonsten nicht hinein käme. Die Rezeption ist tipptopp und modern, das Restaurant wirkt vornehm. Es gibt eine kleine Kunstausstellung. Da wir noch Zeit haben vor der Führung laufen wir die Runde durch das Gelände.
190118 104258 Woolmers Estate
Einige gut erhaltenen Gebäude sind nicht zugänglich, weil man sie zu Cottages umfunktioniert hat, die vermietet werden.
190118 105029 Woolmers Estate
In andere Gebäude und Scheunen kann man hineingucken, aber alles macht einen ziemlich verwahrlosten Eindruck.
190118 122402 Woolmers Estate
Überall liegt dick der Vogeldreck, in einem Gebäude sogar ein toter Vogel. In der woolshed klauben wir zwei Zettel mit Beschreibungen auf, die der Wind weg geweht hat.
190118 122040 Woolmers Estate
Anscheinend schaut hier niemand nach dem Rechten. In den Gebäuden mit Innenausstatttung hat man die Stücke ziemlich lieblos irgendwie hinein gestellt. Selbst der Rosengarten ist nicht gepflegt. Der Gärtner düst zwar dauernd mit dem Rasenmäher umher, aber recht viel mehr wird wohl nicht gemacht.
190118 113304 Woolmers Estate
Das sind also die zwei Seiten der Medaille. In der Rezeption, Ausstellungshalle und Restaurant steckt wohl das ganze Geld und für den Rest reicht es nicht mal für die grundlegenden Dinge.
Bei der Hausführung sind keine Fotos erlaubt. Die Dame nimmt sich Zeit, beantwortet alle Fragen,und die Führung dauert länger als geplant. Wir haben auf Maria Island einen Baum gesehen mit Beeren in verschiedenen Farben von gelb, bis rot und schwarz und haben überlegt, was das wohl sein könnte. Hier gibt auch so einen Baum und wir erfahren, dass es Maulbeerbaum ist. Wir dürfen die Beeren probieren. Sie schmecken lecker und färben die Finger intensiv.
190118 114858 Woolmers Estate
Wir fahren über Longford nach Westbury, wo wir für sensationelle 139,5 tanken.
Dann besuchen wir nochmal spontan die Lachsfarm, wo wir den leckeren geräucherten Fisch für unser Weihnachts- und Silvesteressen her hatten.
190118 141740 41southtasmania
Das Ziel für heute ist Mole Creek.
Hier wollten wir nur das Panorama fotgrafieren
190118 144557 on the way
die Kühe fanden das offensichtlich sehr interessant., nach einer Weile standen alle neben uns am Zaun
190118 144659 on the way
Auf dem kleinen Campingplatz hatten wir uns vor Weihnachten ja wohl gefühlt. Im Ort gehen wir noch in das Cafe, das dieses Mal geöffnet hat und fragen nach dem Buch zu Boy’ Miles Liena Hut. Die restaurierte und hier im Ort aufgestellte Hütte hatten wir ja schon beim letzten Besuch besichtigt. Leider ist das Buch zu der Hütte gerade aus. Es gibt eine Initiative in Tasmanien, die sich der Rettung/Restaurierung solcher Hütten widmen . Wir fahren zum Campingplatz und sind überrascht: alles ist voll. Es sind teils größere Gruppen hier. Die nette Dame bietet uns noch ein Plätzchen an, auf dem wir uns zwischen die Sitzgruppe mit BBQ unter einer Markise und ein Zelt quetschen müßten . Wir erkennen sofort, dass wir uns da wohl eher nicht wohl fühlen würden. Wir fahren nach Chudleigh, wo man für 5 Dollar neben dem Sportplatz auf einer Wiese übernachten kann. Die Toiletten sind in sehr gutem Zustand. Wir zahlen im General Store und suchen uns ein schönes Plätzchen, das sogar eine Sitzgruppe hat. Da haben wir für mehr Geld schon viel schlechter gewohnt.
190119 080722 Chudleigh

Morgens regnet es und wir warten mit dem Waschen, weil wir die Wäsche aufhängen wollen. Wir haben ja den ganzen Tag Zeit. Es gibt zwei Waschmaschinen und zwei Trockner. Einziger Engpaß ist die Wäschespinne. Es gab wohl einmal eine zweite, die aber wohl kaputt gegangen ist und nicht ersetzt wurde.
Gegen Mittag hört der Regen auf, aber wenig später zieht starker Wind auf, der alles sehr ungemütlich gestaltet. Unsere Wäsche wird zwar schnell trocken, aber wir verlieren einige Zwicker. Wir schließen zwischenzeitlich sogar das Dach, weil es so stürmt. Der Wind ist natürlich auch schlimm wegen der vielen Bushfeuer, die es nun mittlerweile gibt auf Tasmanien. Die Liste der offiziellen Webseite wird immer länger
190116 122322 Bonorong

Unser erstes Ziel heute ist das Bonorong Wildlife Sanctuary 
190116 093102 Bonorong
Gerhard kennt das schon ziemlich lange von einem SWR Film zum Thema "Rettung des Tasmanischen Teufels".
190116 095303 Bonorong
Das Sanctuary wird nicht von der Regierung unterstützt, sondern lebt vom Eintrittsgeld und Spenden.
190116 100024 Bonorong
Es gibt eine angeschlossenen Tierklinik und verletzte Tiere werden wieder aufgepäppelt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können.
190116 100743 Bonorong
Nur diejenigen, die in der Wildnis nicht überleben könnten, dürfen hier beiben, wie z.B. Echidnas, die nicht mehr richtig buddeln können oder Vögel mit Flugproblemen.
190116 101913 Bonorong
In der Nähe des Eingangs sitzt Fred, ein Gelbhaubenkakadu, der schon über 100 Jahre alt ist.
190116 102746 Bonorong
Wir sind kurz nach 9:00 hier und das ist gut so, denn die Tiere sind zu der Zeit noch recht aktiv.
190116 104257 Bonorong
Wir können einige Devils beobachten, zwei Echidnas, mehrere Tiger Snakes und auch einer der Baby Wombats kommt aus seinem Bau und zeigt sich.
190116 111555 Bonorong
Jeder Besucher bekommt noch etwas Futter, um die ansässigen Roos füttern zu können.
190116 114300 Bonorong
Wir machen eine 15-minütige Führung zum Thema Tasmanischer Teufel, die sehr interessant ist.
190116 115028 Bonorong
Das Gelände ist nicht so sehr groß, dennoch verbringen wir einige Zeit hier.
190116 120006 Bonorong
Wir lernen dort auch noch Jerry - das Emu - kennen, das sehr neugierig ist. Gerhard traut sich als erster, es kurz zu streicheln.
190116 120700 Bonorong
Die Federn am Körper sind härter als sie aussehen.
190116 120832 Bonorong
Jerry fixiert Gerhard und entdeckt dann an dessen Hemd eine Lasche, die interessant aussieht. Er zupft mit dem Schnabel daran, aber es ist nichts, was ihm schmecken könnte.
190116 121144 Bonorong
Um 11:30 gibt es noch eine 45 Minuten Tour, die sogar geteilt werden muß wegen der vielen Leute.
190116 122547 Bonorong
Wir hören uns den Wombat-Teil an und laufen dann noch eine Runde. Schließlich verabschieden wir uns von Jerry und seinem Kumpel und machen uns auf den Weg.
Wir fahren eine Schleife über Bagdad, Kempton, Bothwell und Interlaken, das uns schon mehrmals auf Schildern begegnet ist. Während das Schweizer Gegenstück auf 586 Metern Höhe liegt, ist dieser Ort 811 Meter hoch gelegen. Er besteht aus nur wenigen Häusern, die Anfahrt erfolgt über ungeteerte Strassen.
In Ross kaufen wir noch ein Sauerteigbrot, bevor es auf den Campingplatz geht. Wir haben heute Mittag angerufen, weil letztes Mal so viel los war. Heute gibt es noch genug Platz. Wir bekommen die aller-kleinste der powered sites. Ich kenne den Platz ja schon und lasse mir gleich eine andere geben. Auch auf dieser müssen wir Emma etwas quer stellen, weil wir hinter dem Auto ja noch Platz brauchen zum Ein-und Aussteigen. Im Lauf des Abends beschließen wir, noch eine Nacht hierzubleiben. Wir müssen waschen und bei Tagebuch und Fotos sind wir ganz schön hinten dran.

Wir machen einen Ausflug nach Hobart. Die erste Hürde ist die Überquerung des vierspurigen Highways. Die Haltestelle liegt auf der anderen Seite. Heute ist es ziemlich warm. Wir laufen zur Tourist Info und buchen eine 1,5 stündige Rundfahrt mit dem Bus, um einen Gesamteindruck von der Stadt zu bekommen.
190115 104619 Hobart
Im Doppeldeckerbus ist noch viel Platz.
190115 110006 Hobart
Es geht zu einigen Sehenswürdigkeiten und am Ende gibt es noch einen Abstecher zum Botanischen Garten, wo es als Attraktion einige europäische Pflanzen und Bäume geben soll.
190115 110415 Hobart
Wir fahren die Runde zuende und steigen wieder am Startpunkt aus.
190115 111906 Hobart 2

190115 121034 Hobart

190115 121336 Hobart
Dann laufen wir zum Hafen und kaufen uns eine Portion fish and chips an der Bude, wo die meisten Arbeiter davor sitzen zum Mittagessen.
190115 125531 Hobart
Wir laufen noch zum Victoria Dock und der Statue "The Bernacchi Tribute" .
190115 130035 Hobart
Die Familie Bernacchi ist uns ja bereits auf Maria Island begegnet.
190115 131331 Hobart
Wir wundern uns, dass im Gegensatz zur Ostküste und der Flut an Touristen dort hier wirklich nichts los ist. Vielleicht ist Hobart nur so eine Durchgangsstation.
190115 132106 Hobart
Die meisten Touristen kommen per Flugzeug und übernehmen ihr Auto hier. Dann geht es wahrscheinlich gleich weiter zu den "must see" Attraktionen. Wir laufen noch in die Fußgängerzone und stellen fest, dass viele der Geschäfte leer stehen. Hierher verirren sich noch nicht mal ein paar Straßenmusikanten. Wir denken darüber nach, nochmal mit dem Tourbus ein Stück zu fahren und woanders auszusteigen. Leider fährt der letzte Bus schon um 15:00. So geht es noch in zwei Shoppingarkaden, wo wir eine Bluse mit einem Kookaburra entdecken. Zum Abschluß kaufen wir uns noch ein Bier der lokalen Cascade Brewery - einer der Sehenswürdigkeiten der Tour heute morgen.
190115 164614 Hobart
Dann nehmen wir den Bus zurück zum Campingplatz.

Wir beschließen am Morgen, uns nicht die Coal Mines Historic Site anzusehen, sondern gleich Richtung Hobart zu fahren. Fünf Wochen sind zwar eine lange Zeit, aber irgendwann neigen sich auch hier die Tage dem Ende entgegen. Wir schauen uns am Morgen die Caravanparks in Hobart an. Der Park, den wir ausgesucht haben, hat scheinbar überwiegend Cabins und kaum Stellplätze. Ich versuche mehrfach, dort anzurufen, aber bekomme immer nur die Stimme vom Band. Nach einigen Versuchen buchen wir im Discovery Parks Risdon Vale.
Wir fahren noch nach Richmond, einem historischen Ort. Hier ist so viel los, dass man kaum noch einen Parkplatz bekommt.
190114 122424 Richmond
Im Gegensatz zu all den anderen historischen Orten gibt es hier einiges an Geschäften, die auch geöffnet haben. Das historische Gefängnis sparen wir uns - trotz der Lautsprecherwerbung, die schon von Weitem verkündet, wie einmalig ein Besuch hier ist. Es kostet Eintritt und Gefängnis hatten wir ja gestern in ausreichender Menge. Wir essen noch schnell und schlecht in der Bakery und fahren dann weiter zu MONA .
Schon vor der Zufahrt zu dem Gelände parken Autos entlang der Strasse. Kurz darauf sehen wir den Grund: ein Schild mit dem Hinweis, dass alle Parkplätze belegt sind. Wir fahren dennoch mal hinein und auf den Overflow Parkplatz, wo die Autos in teils sehr kreativem Stil geparkt sind. Wir haben Glück, als ein Paar gerade zu seinem Auto läuft. Wir müssen noch die Zigarettenpause abwarten vor ihrer Abfahrt, dann haben wir einen Parkplatz. Kurz nach uns kommt noch ein Fahrzeug, das den kleinen Hügel hinauf fährt und wir wundern uns, wohin er will. Auch dort ist alles voll. Der Fahrer findet noch eine winzige Lücke und quetscht sich hinein. Dass er dadurch einen PKW völlig einparkt und dieser keine Chance mehr hat wegzufahren, stört ihn scheinbar nicht. Die Leute gucken sich die Lage nochmal von außen an, zucken dann die Achseln und machen sich auf den Weg ins Museum. 
Auch wir laufen los und suchen erst einmal den Eingang. Es gibt ein Hotel mit großzügiger Außenanlage und nebenan wird auch schon wieder gebaut.
190114 153218 Mona
Wir sperren die Rucksäcke ein und begeben uns in die Unterwelt von MONA.
190114 134624 Mona
Ich war ein bisschen skeptisch zu Beginn, aber das Museum ist wirklich klasse.
190114 135529 Mona
Man fühlt sich wie in einer anderen Welt und tappt von Überraschung zu Überraschung.
190114 135957 Mona
Teils machen einen die Installationen schon etwas schwindelig.
190114 143125 Mona
Wenn man alle Infos zu den einzelnen Werken lesen würde und sich noch die Interviews etc. anhören würde, könnte man Tage hier verbringen. Es gibt noch Teile der Ausstellung, wofür man ich sich in eine virtuelle Schlange einreihen müßte oder die extra kosten. Das sparen wir uns. Aber auch so ist der Besuch ein echtes Erlebnis. Als wir wieder in die Helligkeit des Tages gelangen,
190114 153105 Mona
entdecken wir ein Livekonzert einer spanischen Band, die uns gleich gefällt.
190114 160257 Mona
Wir setzen uns vor die Bühne und genießen die Musik an dem schönen Platz und bei dem schönen Wetter. Das Konzert gehört in die Reihe Musik Marathon . Am Ende wollen wir noch eine CD kaufen. Das gestaltet sich etwas schwierig, weil niemand Zeit hat und sie alle die Bühne räumen müssen für die nächste Band. Dann fehlt es noch an CDs und Wechselgeld. Aber am Ende haben wir die Musik ergattert und machen uns auf den Weg zum Campingplatz. Auch dieser Caravanpark hat umgestellt auf Cabins und nur noch wenige Stellplätze. Unserer ist einer von dreien auf einem Schotterplatz. Die sites sehen aus, als wäre sie neu angelegt. Wir fragen uns, warum sie es denn nicht geschafft haben, die Plätze halbwegs eben zu machen. Die amenities sind im Gebäude der Rezeption untergebracht, recht neu und sehr sauber. Es gibt sogar Handtücher: schöne weiche, weiße Frotteehandtücher. Alles in allem wäre es ok hier, wenn nicht der Highway wäre. Wir wohnen mehr oder weniger genau daneben ohne jeglichen Lärmschutz. Selbst die praktisch rund um die Uhr gut besuchte Hüpfburg gegenüber merken wir kaum. Alles wird übertönt vom Straßenlärm.

Wir wollten heute eigentlich Emma mal stehen lassen und zur Port Arthur historic site  laufen. Morgens wird umdisponiert und wir packen zusammen. An der Rezeption ist es trotz Murren und Stöhnen möglich, unsere site gegen eine andere zu tauschen. Gegen 9:30 sind wir am Parkplatz und sehen bei der Einfahrt eine Thin Lizzy. Nachdem wir uns einen Parkplatz gesucht haben, laufen wir das Stück zurück, um zu fotografieren.
190113 093050 Port Arthur
Zwei Parkeinweiser machen Witze: 5$ pro Foto. Gerhard erwidert, das kenne er schon, wenn sie einen Linkslenker sehen wollten, müssten sie nur uns folgen, 5 $ pro Foto. Die beiden scheuchen uns noch von der Strasse, als einige Besucher gebraust kommen und meinen, hier sei es gefährlich auf der Strasse zu stehen. Sie stellen die Frage: Was ist das gefährlichste Tier: Humans. Das zweitgefährlichste: Mozzies. Nummer drei: Kühe. Es werden mehr Leute von Kühen erledigt als von Haien, Schlangen etc.
Wir verabschieden uns von den beiden und laufen zum Eingang. Der Eintritt kostet 39 $ pro Person Wir hoffen, dass es sich wenigstens lohnt. Immerhin ist eine Fahrt mit der Fähre von 20 Minuten dabei
190113 102918 Port Arthur

190113 103413 Port Arthur

190113 104027 Port Arthur
und eine 40 minütige Führung.
Wir starten nach der Führung unsere persönliche Runde.
190113 095433 Port Arthur

190113 100433 Port Arthur
Die Aufbereitung des silent prison ist wirklich gut und macht Eindruck auf uns. Kurz vor dem Eingang steht ein Schild, man solle möglichst ruhig sein, um den Ort wirken zu lassen und auch den anderen Besuchern die Erfahrung zu gönnen. Innen herrscht Stimmengewirr und Geschrei ohne Ende. Dennoch verfehlt die Inszenierung bei uns nicht ihre Wirkung.
190113 132125 Port Arthur

190113 134853 Port Arthur
Einige der Gebäude auf dem Gelände sind zugänglich, viele andere privat, zu oder einfach leer.
190113 130044 Port Arthur

190113 121511 Port Arthur

190113 121241 Port Arthur
Wir verbringen 6 Stunden hier und sind am Ende ganz froh, dass nicht wir nicht noch hergelaufen sind. Am Caravan Park braucht es drei Versuche, bis wir einfahren können. Irgendwie hat unser site Tausch das System durcheinander gebracht und der Code für das Tor funktioniert nicht mehr. Am Ende muss die Dame von der Rezeption manuell die Schranke öffnen.
Unsere heutigen direkten Nachbarn machen keine Musik, haben aber auch wenig Sinn für Wildlife und kümmern sich mehr um ihr Feuer und den Besuch. Naja, jeder hat eben eigene Vorstellungen, wie er seinen Aufenthalt gestaltet. An Tieren gibt es heute wieder vor allem Möwen.

Heute scheint es sehr heiß zu werden. Zumindest brennt die Sonne regelrecht hier auf dem Campingplatz. Wir buchen 2 Nächte in Port Arthur und fahren dann nach Buckland und über unsealed roads nach Nugent und Copping.
Gerhard ruft plötzlich erschrocken etwas und deutet nach draußen. Ich brauche etwas, bis ich sehe, was er meint: Auf der Motorhaube läuft eine wirklich große Spinne hin und her. Sie ist grau mit einem Stich ins Rosa. Wir halten an und wollen sie vom Auto vertreiben. Leider ist sie schneller und verzieht sich irgendwohin unter das Aut0. Na klasse!
Der Himmel wird immer dunkler. Wir fahren in schlechtes Wetter. Als wir zwischendrin mal wieder Internetempfang haben, sehen wir, dass ein Regengebiet über die Ecke hier zieht. Wenn wir Glück haben, schrammt es gerade so an uns vorbei. Weiter geht es nach Eaglehawk, wo wir die Abzweigung nehmen zur Pirate Bay. An dem ersten Punkt mir wunderschöner Aussicht halten wir. An einer Ecke des Parkplatzes steht eine Art kleiner Imbisswagen. Davor gibt es ein paar Stühle, zwei Tische und ein Fernrohr, dazu der tolle Ausblick.
190112 105256 Tasman
Das nennt man Panorama Terrasse. Wir schauen uns die Sache genauer an. Sie haben sogar eine Website  Normalerweise sind Stopps in Cafes nicht so unser Ding, aber das hier ist einfach zu einladend. Wir kaufen zwei Seven Spices Chai Latte + eine Scheibe Banananenkuchen und genießen die Aussucht. Es pfeift zwar ganz schön, aber das macht nichts. Das kleine mobile Cafe ist sehr beliebt und immer wieder halten Autos an. Weiter geht die Schleife zu Tessellated Pavement , wo ganz schön viel los ist.
190112 112458 Tessellated Pavement
An den Felsen kauern einige asiatische Touristen und wir wundern uns, was sie da wohl machen. Als wir ans Wasser laufen, sehen wir, dass sie verzweifelt versuchen ihre Namen in die Felsen zu kritzeln mit Steinen.
Wir fahren weiter und schauen uns unterwegs noch das Blowhole an, das leider nicht sehr aktiv ist gerade.
190112 120218 Blow Hole

190112 121152 Fossil Bay Lookout 2
Dann geht es zu Devil's Kitchen
190112 124511 Devils Kitchen

190112 125303 Devils Kitchen

190112 130213 Devils Kitchen
und zur Tasman Arch.
190112 130852 Tasman Arch
Überall sind viele Besucher, meist asiatischer Herkunft.
Wir machen einen weiteren Abstecher zum Waterfall Bay Lookout und es wundert uns, dass trotz der nicht so guten Strasse mit den vielen Löchern doch einige Besucher hierher fahren fahren.
190112 133438 Waterfall Bay
Wir besuchen später kurz die Port Arthur Lavender Farm
190112 142856 Tasman
und fahren dann zum Caravanpark, der schon sehr gut gefüllt ist. Neben uns gibt es einen Wohnanhänger und ein Zelt. Einige Kinderräder liegen herum. Es soll hier ja viel Wildlife geben, auf das wir uns freuen. Kein Wunder, der Platz liegt ja mehr oder weniger im Wald. Im Lauf der Zeit füllen sich die verbleibenden sites und auf dem Platz neben uns wächst die Zahl der Menschen zusehends. Am Ende parken vier Autos hier, d.h. es sind 8 Erwachsene und eine Horde Kinder. Drei Autos gehören den Bewohnern, das vierte ist Besuch. Natürlich gibt es dann auch die entsprechende Partymusik. Die Sache mit dem Wildlife können wir daher vergessen. Heute ist der total fire ban aufgehoben und die Party geht fröhlich bis um 12 am Feuer weiter.

Am Morgen hängen noch immer dunkle Wolken am Himmel, aber es regnet nicht mehr. Wir trinken unseren Tee aus der Thermoskanne und essen ein paar TimTams, dann laufen wir zur Fähre. Mehrere der Leute, die hier warten, haben viel Gepäck dabei, d.h. sie verbringen einige Tage auf der Insel. Punkt 9 Uhr zur Abfahrtszeit erscheint noch eine Gruppe Touris, die mitwollen. Sie haben scheinbar über das Internet gebucht und nicht bedacht, dass man im Visitor Center noch eine ausgedruckte Fahrkarte holen muß. Eine der Damen verschwindet Richtung Visitor Center und kommt nicht wieder. Ein Mann der Crew verliert irgendwann die Nerven und ruft etwas hinüber von Leuten die Urlaub haben und keine Rücksicht auf irgendetwas nehmen. Eine zweite Dame der Gruppe macht sich daraufhin auch eilig auf in Richtung Visitor Center. Nach einiger Zeit haben sie es dann doch geschafft, den gewünschten Zettel zu erwerben steigen ein. Natürlich sind sie schwer überrascht von der Tatsache, dass es oben an Deck keinen freien Platz mehr gibt...
190111 092143 Maria Island
Als wir ankommen, haben ein paar Besucher einen Wombat entdeckt und kreisen ihn gerade ein. Immer mehr Leute stürmen in die Richtung. Gerhard meint:"Lassen wir den armen Kerl in Ruhe."
190111 095237 Maria Island
Wir laufen als erstes zu den Painted Cliffs. Der Weg dorthin ist sehr schön und immer mit Ausblick, das Wasser ist perfekt. Wir sehen auch einige Cape Barren Gänse.
190111 102452 Maria Island
Die Painted Cliffs liegen leider schon ziemlich im Wasser.
190111 103126 Maria Island
Überall turnen und klettern Leute herum. Es ist schwer ein Foto zu machen.
190111 103537 Maria Island
Wir laufen die Schleife zurück und bereuen schon, dass wir den armen umzingelten Wombat nicht doch fotografiert haben. Aber man kann es nicht ändern. Dann gibt es eben kein Wombatfoto heute. Wir bekommen einen kleinen Trost in Form eines netten Echidna, der sich als sehr fotogen erweist und keine Scheu hat.
190111 105450 Maria Island

190111 125859 Maria Island
Im Ort schauen wir uns noch die historischen Gebäude an und laufen dann eine weitere Schleife.
190111 130017 Maria Island
Plötzlich erspähe ich im Augenwinkel etwas Braunes auf der Wiese links von uns und wirklich: es ist ein Wombat. Wir bekommen einen Exklusiv-Fototermin mit dem Tierchen und halten auch immer den gebührenden Abstand.
190111 131104 Maria Island
Auf dem Hügel über der Anlegestelle gibt es noch einige Ruinen mit Erklärungstafeln und mir fallen einige Pflanzen auf, die sicher aus einem der damaligen Gärten stammen. Ein Schild an einer der Pflanzen bestätigt die Vermutung, es sind Aloe Veras.
190111 134312 Maria Island
Der Wind hat ziemlich aufgefrischt. Wir setzen uns auf eine Bank mit Ausblick und es kommen einige der Tasmanian native hens vorbei geeilt.
190111 145521 Maria Island

190111 140138 Maria Island
Wir laufen in Richtung Anlegestelle und hier in einer Bauruine wohnt offensichtlich ein Wombat. Wahrscheinlich ist es ein eher träger Geselle, der nicht selber graben wollte, sondern die vorhandenen Höhlungen nutzt. Vielleicht hat er sich auch nur hierher geflüchtet und ihn nervt der Trubel.
190111 144726 Maria Island
Als wir nach einer Weile nochmal bei ihm vorbeischauen, pennt er tief und fest.
190111 151336 Maria Island
Die Rückfahrt ist ziemlich spannend. Im Gegensatz zur Herfahrt soll man nicht mehr herumlaufen. Die kleine Fähre wogt beachtlich in den großen Wellen. Einige der Fahrgäste, die hinten mit uns im Freien sitzen, sehen schon nach kurzer Zeit nicht mehr sehr glücklich aus...

Unser heutiges Ziel ist der berühmte Freycinet Nationalpark. Einige APT Busse haben das gleiche Ziel. Wir fahren als erstes zum Cape Tourville Lighthouse, wo es einen kleinen Rundweg gibt mit Ausblick. Hier ist noch nichts los. Die Landschaft ist wirklich schön: Traumhaftes Wasser, schöne Felsen und sanfte Hügel.
190110 091126 Freycinet
Vor uns läuft ein australisches Paar. Sie kommen gerade von der kleinen Abzweigung zum Lighthouse und meinen, das sei das schmälste und kleinste Lighthouse, das sie jemals gesehen hätten.
190110 091304 Freycinet
Wir laufen weiter und es gibt schöne Blicke über rote Felsen.
190110 092428 Freycinet
Wir fahren zurück und halten an der Sleepy Bay. Hier gibt es einen Weg entlang der Küste und hinunter zu einem Kiesstrand mit schönen Felsen in nahezu rosa Farbe.
190110 095157 Freycinet
Wenn man etwas klettert, kann man noch viel weiter entlang der Küste laufen.
190110 095902 Freycinet
Wir haben Glück und sind ganz allein hier.
190110 100945 Freycinet

190110 101006 Freycinet
Auf dem Rückweg kommen uns dann schon viele Leute entgegen. Teils sind es Kletterer, teils Besucher, die den Weg abkürzen und über den Zaun klettern, um schneller ans Wasser zu gelangen. Wir fahren noch zum Parkplatz, wo der Walk zum Wineglass Bay Lookout beginnt. Hier ist selbst der Overflow Parkplatz schon voll und hinter uns strömen weiter die Autos herein. So schön kann keine Landschaft sein, dass man sie in dermaßen großen Menschenmassen genießen will. Wir besuchen die Honeymoon Bay, wo es noch einige Parkplätze gibt.
190110 105538 Freycinet
Dann schauen wir auf einen Sprung ins Visitor Center, wo es erstaunlich viele und interessante Bücher gibt. Auf dem Rückweg halten wir noch an der Freycinet Marine Farm für einen Imbiß, weil gerade Mittag ist- Aber das Essen ist auch nicht so der Hit. Besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht. Aber der Laden liegt halt in einer sehr touristischen Ecke und die Leute kommen so oder so.
190110 125325 Devils Corner

190110 125448 Devils Corner
Wir wollen weiter nach Swansea. Leider gibt es auf keinem der beiden Caravan Parks noch eine site, nicht mal ohne Strom. Alles ist ausgebucht. Wir fahren weiter Richtung Süden und schauen uns noch eine kostenlose Übernachtungsstelle am Meer an, die aber auch schon restlos überfüllt ist. So fahren wir gleich durch nach Triabunna, wo wir dank unser kleinen Emma noch eine Campsite bekommen. Wir buchen die Fähre für morgen nach Maria Island.
Abends kommen sehr dunkle Wolken, die nichts Gutes verheißen. In der Nacht regnet es dann auch. Wir hoffen, dass es morgen besser wird.

Neben uns parkt ein Caravan, der sein Grauwasser in den angrenzenden Kinderspielplatz laufen läßt. Morgens darf der Hund - an der langen Leine am Caravan angebunden - den Spielplatz auch noch für seine Bedürfnisse nutzen...Da staunen der deutschen Touristen und wundern sich .......
Wir fahren im Ort noch ans Meer,
190109 091716 Scamander
 bevor es weiter geht nach St. Marys. Die Strasse führt wieder mal kurvenreich den Berg hinauf und genauso zickzack wieder hinunter auf der anderen Seite Richtung Bicheno. Kurz vor dem Ort halten wir am Denison Beach.
190109 111645 Denison Beach
Der Sand hier ist weiß und fein, das Meer hat eine schöne blaue Farbe. In Bicheno ist einiges los und viele Touristen unterwegs. Wir laufen zu einer Bäckerei und kaufen Pies und Brot. Dann geht es ans Meer mit Ausblick auf einige Felsen, auf denen sich unzählige Möwen tummeln.
190109 125421 Bicheno

190109 130026 Bicheno

190109 130624 Bicheno
Beim Blowhole haben wir Glück und es ist gerade aktiv. Auch hier ist das Wasser glasklar und erscheint blau bis türkis.
190109 132543 Bicheno
Wir wollten eigentlich in den Freycinet Nationalpark, aber dort ist sowohl der Campingplatz des Nationalparks, als auch der BIG4 Caravanpark bis auf weiteres völlig ausgebucht. Es sind halt noch Ferien bis Ende Monat. Wir beschließen hier im Ort zu bleiben, wo es drei Campingplätze gibt. Der erste hat nur Cabins und der zweite ist ausgebucht. Beim Bicheno Caravanpark and Take Away Foods haben wir schließlich Glück und bekommen noch eine site. Sehr viel später hätten wir nicht kommen dürfen, denn der kleine Platz füllt sich schnell.

Wir stoppen morgens als erstes am Sideling Lookout. Fotografieren lohnt sich nicht, es ist zu diesig. Dann geht es nach Scottsdale, wo es einen Woolworth gibt. Der ist zwar günstiger als all die kleinen IGAs, aber der Einkauf in Tasmanien kostet wie immer deutlich mehr als auf dem Mainland. Wir fahren nach Bridport, einem beliebten Urlaubsort. Der Caravanpark zieht sich sehr lange entlang des Strandes und hat mehrere Zufahrten, die alle nummeriert sind. Trotz der beachtlichen Größe ist alles rappelvoll. Wir fahren nach Osten mit einem Abstecher zum "best kept secret of Tasmania": Tomahawk. Es ist ein kleiner Ort mit einem Campingplatz. Wir fahren zum Picknickplatz in Strandnähe, aber ohne Ausblick. Von hier führt ein Weg entlang mit Blick aufs Meer. Doch ein Schild gleich an der Einfahrt stellt klar: Residents only, kein Platz zum Wenden am Ende. Keep out.
190108 121000 Tomahawk
Später entdecken wir noch die Pyengana Dairy Company.
190108 140730 Pyengana Dairy
Wir probieren Käse und es ist mit Abstand der Beste, den wir in Australien bisher gegessen haben. Man kann in den Käsekeller blicken auf richtige Käselaibe.
190108 140701 Pyengana Dairy
Wir stocken natürlich unsere Vorräte im Kühlschrank kräftig auf hier.
Kurvenreich geht es weiter über St. Helens nach Scamander. Der Scamander Sanctuary Holiday Park ist ausgebucht und wir versuchen unser Glück beim Scamander Tourist Park, wo es noch eine site für uns gibt. Sie liegt leider an der Zufahrtsstrasse in den Park und wir bekommen den ganzen Staub der hereinrasenden Fahrzeuge ab. Später erweist sich die Lage aber als günstig, als der Wind auffrischt und wir relativ geschützt stehen. Die anderen sites oben am Hügel sind deutlich exponierter.

Wir fahren Richtung Ben Lomond Nationalpark auf dem kürzesten Weg, der teils über kleine ungeteerte Strassen führt. Wir schauen uns den Campingplatz dort an, der schon in relativ großer Höhe liegt. Er ist nicht sehr groß. Vielleicht haben wir Glück und finden auf dem Rückweg noch ein Plätzchen. Weiter geht es den Berg hinauf
190107 111306 Ben Lomond
und über die Jakobsleiter in Serpentinen zu einem Lookout. Der Blick hinunter und auf die Dolerit-Felsformationen ist schon spektakulär.
190107 112545 Ben Lomond
Unser Ziel ist das Alpine Village, das auf über 1400 Metern liegt.
190107 120507 Ben Lomond
Oben angekommen wundern wir uns, dass die Abfahrten keine glatten Hänge sind, sondern aus groben Gesteinsbrocken bestehen. Es muß wohl viel Schnee geben hier, um das Skifahren zu ermöglichen. Das Village ist eine Ansammlung von Häusern diverser Skiclubs.
Wir machen die Wanderung auf den Legges Tor, den zweithöchsten Berg Tasmaniens.
190107 122530 Ben Lomond

190107 122732 Ben Lomond
Unterwegs entdecken wir wieder unterschiedliche "Minimalistenpflanzen" auf der Höhe, die schön blühen und sogar duften.
190107 125223 Ben Lomond

190107 131638 Ben Lomond
Auf dem Rückweg
190107 135148 Ben Lomond
sehen wir im Village einige Benett's Wallabies, teils mit Joey.
190107 140644 Ben Lomond
Wir fahren wieder die Jakobsleiter hinunter und in einer der Kehren parken zwei Autos. Bei dem Verkehr der hier heute herrscht macht es die Ab und Auffahrt für alle nicht einfacher. Das erste Auto ist ein PKW, der einigen asiatischen Kletterern gehört, die von der Strasse aus eine Wand in Angriff nehmen. Das zweite Fahrzeug stammt von einem anderen Besucher in einem kleinen Campingbus, der sich die Kletterer wohl genauer anschauen will und daher schnell mal sein Auto einfach hat stehen lassen.
Wir fahren noch zur Carr Villa, die man mieten kann und dann zum Campground, der leider schon voll ist. Sie geht es weiter zum Myrtle Park Recreation Ground, der zur Stadt Launcester gehört. Das Gelände ist weitläufig und man kann für 7,5 $ pro Person hier übernachten. Einige große Gruppen haben regelrechte Campinglandschaften errichtet. Wir suchen uns eine ruhigere Ecke am anderen Ende. Nachts werden wir besucht von einigen Wallabies, die um Emma herumhoppeln.

Wir wollen morgens noch ein Sauerteigbrot mitnehmen, aber das wird gerade noch gebacken und ist wohl erst gegen 9:30 fertig.
190106 090326 on the way
Wir fahren zu Tooms Lake.
190106 090622 on the way
Unsere Karten waren nicht ganz richtig und haben verschwiegen, dass die Strasse unsealed ist. Der See ist wieder kein echter, sondern ein aufgestauter. Es gibt einen Campground und versunkene Bäume im Wasser.
190106 095344 Tooms Lake
Wir fahren die Schleife weiter und passieren noch die Stonehouse Farm, ein beachtliches Anwesen mit Schafen und Rindern.
190106 103422 on the way

190106 105218 on the way
Dann geht es nach Oatlands, wo der See vor Ort erstaunlich leer ist. Es gibt ein auch Kunst im See
In unserem Prospekt ist der Highlight hier das Mill Visitor Center mit Führungen durch die Mühle. Doch das Center ist geschlossen.
190106 115521 Oatlands
In einem Nebengebäude befinden sich noch Mehlsäcke und jemand scheint zu arbeiten. Es gibt Zettel, auf denen man lesen kann, dass es das Mehl im IGA zu kaufen gibt. Wir machen einen Rundgang und sind enttäuscht. Neben den ohnehin schon auf Dauer geschlossenen Läden haben noch viele Geschäfte heute zu, weil Sonntag ist. Dazu gab es vor kurzem auch einen Artikel bei ABC. Wir kaufen Pies in einer Bakery/Hotel,
190106 125904 Oatlands
das eine Art Errol Flynn Museum ist. Mir war gar nicht bewußt, in wie vielen Filmen Errol der Held war. In der Damentoilette gibt es ein kleines Marylin Monroe Museum.
190106 125222 Oatlands
Ich hole die Kamera, das ist schon etwas Besonderes, auch wenn andere weibliche Besucherinnen mich etwas verständnislos angucken, als ich vom hier Fotos mache.
Wir fahren dann nach Kempton, wo wir evtl. übernachten wollen. Unterwegs sieht es nicht so aus am Horizont. Es gibt gelbe Wolken und wir denken schon an Gewitter. In Kempton gibt es einen Übernachtungsplatz, der schon sehr gut gefüllt ist. Die Toiletten sind eine Wanderung durch den Ort weit entfernt. Man kann sich noch Schlüssel geben lassen für andere nähere Toiletten, aber das geht heute auch nur persönlich per Telefon und uns gefällt der Platz ohnehin nicht besonders. Wir fahren weiter Richtung Süden. Der Himmel wird trüber und wir merken schnell, dass es sich nicht um schlechtes Wetter handelt sondern um Rauch von den Buschbränden. In den Nachrichten gab es schon mehr oder wenig Entwarnung, sogar für Mount Field. So haben wir damit nicht gerechnet. Wir müssen gar nicht sehr viel weiter fahren und die Luft wird dick. Man sieht kaum die nächsten Hügel und das Atmen fällt schwerer.
190106 150804 on the way
Wenn man nicht unbedingt muß, bleibt man hier in der Gegend wohl eher nicht. Wir fahren wieder Richtung Norden und bleiben in Oatlands auf dem Camggroud der Gemeinde. Es gibt noch viel Platz. Einziger Nachteil: Die Toiletten sind eine Wanderung weit weg. Allerdings geht der Wanderung am Fluß entlang und nicht durch einen Ort. Das ist besser. Es weht ein frischer Wind hier.

Morgens kommt der Farmer, der oben am Hügel wohnt vorbei und sperrt die alte Schule auf, damit wir uns umsehen können. Wir unterhalten uns etwas mit ihm. Er erzählt von einem Versuch Hafer anzupflanzen und der Investition in Saatgut und Dünger. Ernten konnte er am Ende so gut wie nichts, weil alles abgefressen wurde von den Wallabies.
Wir schauen uns nach dem Frühstück in dem Gebäude um. Es ist sehr gemütlich. Man kann es mieten, es hat eine kleine Küchenzeile, einen offenen Kamin und eine Bücherecke mit Sessel.
190105 085340 Liffey Old Schoolhouse
Die Bücher stehen in zwei Reihen, ein El Dorado. Leider haben sich mittlerweile zwei Schwalben hier herein verflogen. Wir brauchen einige Zeit und müssen noch die alten Vorhänge schließen, bis wir sie wieder ins Freie befördern können.
190105 091816 Liffey Old Schoolhouse
Gerhard entdeckt dieses Mal das Buch des Tages, das wir für eine gold coin donation erwerben,
190105 093808 on the way
dann geht es Richtung Evandale. Wir schauen uns um in dem kleinen Ort, laufen eine Runde
190105 103458 Evandale
und besuchen noch das Community Center. Heute hat es deutlich abgekühlt zu gestern.
Wir fahren durch Perth, Campbell Town
190105 122459 Champbell Town
und Ross. Der kleine Ort sieht recht nett aus. Wir essen Scallop Pies in der Bakery31, wo es angeblich die besten Scallop Pies in ganz Tasmanien geben soll. In der Ross Bakery ein Stück weiter kaufen wir ein Sauerteigbrot (Tipp Evi und Markus. Danke!).
190105 131050 Ross
Wir schauen uns noch das Tasmanian Wool Center an, das keinen Eintritt kostet. Man kann hier auch Kleidung kaufen und Souvenirs.
190105 140059 Ross
Ich laufe noch den kleinen Walk zur ehemaligen Ross Female Factory, einem Arbeitshaus für weibliche Sträflinge von 1848. Dann fahren wir auf den hiesigen Campingplatz. Das Office ist nicht besetzt und ich rufe an. Für die kleine Emma gibt es noch eine site. Als wir parken, kommen gleiche die angrenzenden australischen (Caravan) Nachbarn an, die Emma bereits im Ort bewundert haben. Normalerweise interessieren sich die Aussies mit den großen Caravans nicht so sehr für Emma.

Heute soll es sehr heiß werden mit Temperaturen über 30 Grad. Wir packen zusammen, setzen uns ins Auto und überlegen, wo wir nun hinfahren sollen. Der Hartz Nationalpark weiter südlich könnte früher oder später auch vom Feuer betroffen sein. Weiter unten in South Bruny brennt es ohnehin. So entscheiden wir spontan wieder Richtung Norden zu fahren.
190104 085558 on the way
Unterwegs sieht man in der Ferne viel Rauch. Der Wind frischt auf und Rauch und Wolken treiben schnell dahin.
190104 104512 on the way
Kein gutes Zeichen.
Wir machen einen Stopp bei Steppes Sculptures 
190104 105942 Steppes Sculptures

190104 110307 Steppes Sculptures
Es gibt noch einen Walk zu der Homestead, die ca. einen Kilometer entfernt liegt. Wir überlegen, ob wir wieder alles einpacken sollen und loslaufen, lassen es dann aber. Wir fahren weiter und kommen wenig später an Steppes Homestead vorbei, die direkt an der Strasse gelegen ist. So sind wir schon dort, kurz bevor das Paar eintrifft, das den Walk gemacht hat. Wahrscheinlich wundern sie sich darüber, wo wir so schnell herkommen und wie wir sie überholen konnten.
190104 111506 Steppes Homestead
Etwas weiter entfernt stoppen wir an Steppes Hall, die noch benutzt wird.
190104 114409 Steppes Hall

190104 115525 Steppes Hall
Wir schauen uns den Great Lake nun von der anderen Seite aus an
190104 122205 Great Lake
und fahren über das Hochland. Es weht ziemlich stark. Wahrscheinlich ist es sonst hier recht frisch. Heute ist es angenehm. In Longford können wir günstig tanken und es gibt einen großen IGA, wo wir - wieder mal recht teuer - einkaufen. Der Ort hat einen Campingplatz für 40 $, die Duschen kostetn extra. Ein anderer in der Nähe auch nicht besser. So fahren wir nach Liffey zum Old Schoolhouse. Der Platz ist schön, aber auch sehr exponiert. Wir parken hinter dem Haus, wo es einigermaßen geschützt ist.
190104 172855 Liffey Old Schoolhouse
Gleich daneben gibt es eine Farm und auf der Wiese stehen Schafe, Pferde und Gänse. Alles ist sehr idyllisch.
190104 205724 Liffey Old Schoolhouse

Für Sandra und alle anderen die sich Sorgen um uns machen

Wir sind am 2.1. in den Mount Field Nationalpark gefahren, wo es Hinweise gab auf ein Feuer im Franklin-Gordon Wild Rivers National Parks. Gestern konnten wir die geplante Wanderung in der alpinen Region nicht unternehmen, weil das ganze Gebiet oben gesperrt war. Abends gab es eine Info-Veranstaltung der Ranger zu der allgemeinen Lage und zu den Maßnahmen der Feuerbekämpfung in einer World Heritage Area. Vom dem Campground unten am Berg aus konnte man vom Feuer nichts sehen, nur am Licht und an den Ascheflöckchen konnte man erkennen, dass es irgendwo ein Feuer geben mußte.
Heute wurde der ganze Mount Field Nationalpark gesperrt. Weitere Infos hier: https://www.parks.tas.gov.au/index.aspx?sys=News%20Article&intID=3849
Wir sind Richtung Norden gefahren und stehen jetzt hinter der The Old Liffey School.

Nachtrag
Das haben wir dann erst abends gelesen.
Von der Evakuierung haben wir nichts mit bekommen. Um kurz nach 8 Uhr waren wir schon weg.
Interessant finden wir noch, daß das Feuer den ganzen Sommer brennt, wenn es nicht wirklich viel regnet.
Das hatte auch der Ranger schon so angedeutet.

06.01.19 1

06.01.19 2

07.01.19

Morgens ist es noch sehr frisch mit 9 Grad, aber es soll heiß werden. Das macht nichts, wir wollen ja in die höheren Lagen. Doch wir werden enttäuscht, den die Hochlagen des Nationalparks wurden gesperrt wegen dem Buschfeuer. Die Strasse ist versperrt durch eine Schranke und es heißt, dass die Leute, die länger oben wandern, ausgeflogen werden.
Seltsamerweise findet man weder im Internet noch auf der Seite des Nationalparks einen Hinweis auf ein Feuer. Vielleicht ist es nur eine Sicherheitsmaßnahme, denn der Wind soll morgen stärker werden und die Temperaturen ansteigen. Wir laufen den Three Falls Walk, der nicht besonders aufregend ist.
190103 103847 Mount Field
Außerdem laufen den Weg heute nicht nur all die vielen Tagesbesucher, sondern auch noch alle anderen enttäuschten Wanderer, die höher hinauf wollten.
190103 112951 Mount Field
Es nervt alles etwas.
190103 113250 Mount Field
Die Wasserfälle sind schon schön, aber es ist einfach zu viel los dort.
190103 114654 Mount Field
Nachmittags gibt ein eigenartiges Licht und Ascheflöckchen regnen herunter. Ansonsten sieht man nichts von einem Feuer hier unten am Berg.
190103 161523 Mount Field
Mehr durch Zufall sehe ich eine große Versammlung in der Campkitchen, wo die Ranger eine Info-Veranstaltung abhalten aufgrund der Feuersituation. Bis morgen sollte hier alles sicher sein. Ab dem Vormittag werden aber starke Winde erwartet, die das Feuer anfachen und weiter treiben können. Man rechnet auf alle Fälle mir Rauch, Asche etc., so dass Menschen mit Bronchialproblemen lieber früher als später fahren sollten. Unsere tasmanischen Nachbarn - ein älteres Ehepaar - brechen gegen 18 plötzlich ihr Lager ab. Ich frage ihn, was los ist und er meint es seien ihm zu viele Leute hier. Sie gibt wenig später eine andere Auskunft. Wahrscheinlich wollen sie einfach keine Panik verbreiten. Wir bauen schon mal die Markise ab und räumen möglichst gut auf, damit wir bei Bedarf auch schnell weg sein können.

Wir fahren noch zum Power Station Lookout
190102 084209 Tarraleah
und dann nach Wayatinah, das seine Gründung auch der der Hydro Tasmania zu verdanken hat. Es soll hier einen kleinen Laden geben und wir wollen Brot kaufen. Schon beim Herfahren wirken Kneipe und Laden sehr geschlossen. Die Kneipe öffnet ab Mittag und der kleine Laden um 10 Uhr. Wir fahren weiter nach Ouse. Unterwegs riecht es etwas verbrannt. Irgendwo gibt es Feuer in der Gegend. In Ouse kaufen wir ein im kleinen IGA zu knackigen Preisen. Weiter geht es in Richtung Mount Field Nationalpark. Wir halten noch an der Westerway Raspberry Farm, wo gerade die Hölle los ist und die Leute Schlange stehen. Wir finden noch ein Plätzchen für Emma und kaufen Marmelade, frische Erdbeeren und Erdbeereis, das wirklich sehr lecker schmeckt. Weiter geht es zum Mount Field Campground. Wir kommen gegen mittag an und noch gibt es genug Plätze. Man muss sich selber registrieren und das Geld in einem Umschlag in die Box werfen. Wir suchen uns einen schönen Platz mit Bank, füllen den Umschlag aus und befördern unseren Abschnitt in die kleine Klarsichtfolie neben der site Nummer. Dann fahren wir noch zur Tourist Information und holen uns eine Karte. Wir wollen hinauf in die höheren Lagen des Nationalparks. Die Dame am Tresen meint, wir sollten morgen früh vorher nachfragen, bevor wir uns auf den Weg machten, weil es Buschfeuer gäbe. Heute ist das Thema noch nicht so akut und wir fahren los. Die Strasse dorthin ist nicht geeignet für die großen Wohnmobile und Gespanne. Es gibt viele Kurven und wir schrauben uns während der 16 km auf über 1000 Höhenmeter. Oben angekommen merkt man die Höhe schnell an den kühleren Temperaturen. Wir ziehen uns wärmer an und laufen ein Stück entlang von Lake Dobson. Wir nehmen eine Abzweigung zum Platypus Tarn.
190102 150550 Mount Field
Der Weg ist erst noch schön gemacht mit Planken, dann wird er immer holpriger und steiler. Es wachsen viele interessante Pflanzen, die teils blühen. Einige duften wunderbar.
190102 143109 Mount Field
Am See angekommen genießen wir die Aussicht
190102 142834 Mount Field

190102 142420 Mount Field
und entdecken noch eine schöne rote Blume am Ufer.
190102 142744 Mount Field
Auf dem Rückweg wird uns richtig warm, denn der Weg ist geschützt
190102 150314 Mount Field
und es weht kein Wind wie oben am Parkplatz. Wir laufen auf der anderen Seeseite zurück entlang des Pandani Grove Walks.
190102 151452 Mount Field
Der Weg oder besser gesagt die Pandani in der Menge sind eine kleine Überraschung.
190102 151333 Mount Field
Wir wollen morgen ganz früh noch einmal hier hoch und einen längeren Walk laufen zu den Skigebieten.
Unten am Campingplatz hat sich ein Zelt noch hinter uns gequetscht und unsere Bank wurde vor das Zelt transportiert. Nett...
Später kommt ein junger Deutscher mit kleinem Kind vorbei und erzählt uns, dass sie Emma vor ein paar Wochen schon an einer anderen Stelle gesehen hätten. Er ist mit Frau und zwei Kindern auch für ein Jahr hier und der Knüller ist, dass auch die Familie ihr Fahrzeug per Roll on Roll offf von daheim mitgebracht haben. Das heißt heute befinden sich auf dem Campingplatz hier 2 Autos mit deutschem Kennzeichen.
190102 195151 Mount Field
Kommentar Gerhard: Die Welt ist doch ein Dorf.

Wir verabschieden uns morgens von den beiden Österreichern, die heute die Zugfahrt machen. Es regnet leicht und Nebel verhüllt die Berge. Wir machen noch ein Bild vom Zug, als er abfährt
190101 090215 West Coast Wilderness Railway
und fahren dann weiter durch Nebel, der immer dichter wird.
190101 093942 on the way
Es ist kühl und ziemlich windig.
190101 110900 echidna
Wir müssen einige Walks und Sehenswürdigkeiten auslassen wegen des Wetters.
190101 111557 on the way
Erst am Lake Saint Clair halten wir an.
190101 121629 Lake Saint Clair
Man kann hier wandern ohne Ende.
190101 121707 Lake Saint Clair
Auch der Overland Track startet hier. Da das Wetter in der Gegend unberechenbar ist, sollte man schon bei kürzeren Touren regendichte Kleidung und gutes Zubehör dabei haben. Wir laufen zur kleinen Fähre am See und ein Stück entlang des Wassers.
190101 123047 Lake Saint Clair
Es gibt sogar zwei tapfere Besucher, die gebadet haben. Brrrrr. Kaltes Wasser, 15 Grad und starker Wind, was kann es schöneres geben...
190101 123344 Lake Saint Clair
Nachdem uns der Caravan Park in Bronte Park sehr wenig einladend erschien, fahren wir weiter nach Tarraleah in den Central Highlands. Der Ort wurde in den 1930 Jahren von der Hydro Electric Commission errichtet als Unterbringung für ihre Leute. 1980 lebten hier noch 500 Einwohner. Heute ist der Ort eine Art Ressort mit Campingplatz, Cabins in verschiedenen Preisklassen, Cafe und REstaurant - eigentlich nicht so unser Ding. Da die letzten Plätze so voll waren und es eigentlich genug ist für heute, bleiben wir dennoch hier. Es gibt wenigstens Internetempfang. Wir überlegen, ins Restaurant zu gehen. Die Karte liegt an der Rezeption aus. Uns überzeugt weder das Angebot noch die Preise. So gibt es halt wieder Toast...

237 Tage sind seit unserem Abflug vergangen. 119 Tage sind es noch bis zu unserem Heimflug. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wir sind gute 26.000 km gefahren, davon bestimmt die Hälfte gravel road. Bis auf 2 Nächte in Geraldton (wegen des Sturm) und 3 Nächte in Kununurra (Kundendienst, Befestigung Auspuff, neue Windschutzscheibe) haben wir immer in Emma übernachtet.

Unser Tagesablauf hat sich eingespielt und wir versuchen die Stunden Tageslicht, die immer weniger sind als bei uns daheim, möglichst gut zu nutzen. Wir stehen mit der Sonne auf und versuchen Aufbau, Essen und Aufräumen noch hinter uns zu bringen, bevor es dunkel wird. Innerhalb der Zeit sortieren wir auch noch Fotos, schreiben Tagebuch und pflegen die Webseite. Bei Dunkelheit mit dem Computer draußen zu sitzen ist etwas schwierig.Da gibt es zuviel Getier, das den Bildschirm vom Notebook interessant findet.

Es ist uns wieder mal bewußt geworden, wie wenig man eigentlich braucht zum Leben.

Wir haben uns daran gewöhnt, im Dunkeln unsere Sachen im Auto zu sortieren und auf unbeleuchteten Plätzen oder Nationalparks den Weg zurück zu Emma zu finden.

Am Anfang der Tour waren wir uns nicht so sicher, aber seit der Zeit in Queensland denken wir, dass wir wohl doch nochmal herkommen werden und dass dies nicht unsere letzte längere Reise sein wird.

Vieles hat sich geändert in Australien und nicht nur zum Positiven. Aber wenn man es schafft, außerhalb der Hochsaison und abseits der ausgetretenen Touri-Pfade unterwegs zu sein, ist es nach wie vor ein tolles Erlebnis, durch dieses wunderschöne Land zu reisen und dabei auch eine Menge netter Leute zu treffen.

Das schönste an unserer Art des Reisens ist, dass wir eigentlich sehr oft nicht wissen, wo wir morgen sein werden.
Wir lassen uns treiben und bekommen immer wieder Tipps von Menschen, die uns sagen: da müsst Ihr hin...

Wir wünschen allen Besuchern unsere Seite: Happy New Year!!!