Nachdem es die ganze Nacht über teils heftig geregnet hat, scheint morgens die Sonne. Wir fahren zum Cataract Gorge, einer DER Sehenswürdigkeiten der Gegend. Mit einem Sessellift geht es hinüber zur anderen Seite.
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Wir sind ein bisschen enttäuscht von dem Ganzen und hätten uns die Sache etwas anders vorgestellt. Auf der anderen Seite gibt es Wallabies, Pfaue und viele Touristen. Die Pfaue sehen etwas zerrupft aus. Als wir Kinder beobachten die einem Pfau beim Radschlagen erst fasziniert zusehen und ihn dann an den Federn zerren, ist uns der Grund klar. Auch die Wallabies werden regelrecht verfolgt. Wir laufen den Weg über die Kings Bridge und damit fast in die Stadt.
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Dann geht es über den Zig Zag Track wieder nach oben zum Parkplatz. Unterwegs werden wir entschädigt für die Mühe mit schönen Blicken über die Schlucht.
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Wir fahren anschließend in die Stadt und finden eine Parkplatz, von dem aus wir laufen können. Der Ort selber unterscheidet sich nicht von vielen anderen australischen Orten. Wir laufen an einem relativ kleinen Schuhgeschäft vorbei. Ich bin seit Melbourne auf der Suche nach einem Paar Schnürsenkel für meine Halbschuhe. Wir waren in einigen Geschäften in Melbourne und meist hatten sie gar keine oder nur viel zu breite Schnürsenkel. Wir dachten schon, dass Australier die Schuhe einfach wegwerfen, wenn ein Schnürsenkel gerissen ist. Dieser kleine Laden hat alle möglichen Längen, Formen und Farben, so dass ich sogar meine Wunschfarbe bekomme.
Wir wollen noch ein Stück Richtung Westen fahren. Unseren Besuch in Launceston haben wir genau richtig terminiert, denn es sieht überall schwarz aus und fängt auch prompt zu regnen an, als wir ein Stück gefahren sind. Kurz darauf beginnt es so zu schütten, dass man fast nichts mehr sieht. Richtig unheimlich. Wir fahren nach Deloraine. Der Campingplatz hier war wohl vor nicht allzu langer Zeit kostenlos. Das hat sich geändert. Die Caretakerin ist mindestens so unfreundlich wie in den Kritiken beschrieben, aber für den Preis ist der Platz eigentlich ganz ok. Die Lage ist schön am Fluß, hat aber einen Nachteil: die vielen großen Wasservögel, die überall herumlaufen und ihre Hinterlassenschaften im Gras. Wir fahren noch in den Ort und laufen eine Runde.
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Es gibt viele Kruschläden, einige Hotels/Kneipen und Skulpturen entlang der ganzen Hauptstraße.
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Wir entdecken noch die Kreativstudios, wo es wirklich schöne Dinge gibt.
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Eine älter Dame spricht uns an und fragt, ob wir nicht die Bilder und Mosaiken in einem der Räume bewerten wollen. Sie sind von Teilnehmern der U3A University  Viele der Amateurkünstler haben gerade erst angefangen mit dieser Beschäftigung. Das ist schon beeindruckend. Wir suchen uns zwei Bilder aus, die uns besonders gefallen und werfen die Abstimmungszettel in die Box. Eine andere Dame fragt, woher wir kommen. Sie stammt aus UK und hat sich vor vielen Jahren in Tasmanien verliebt und lebt seitdem hier.
Am Campingplatz bauen wir als erstes die Plane hinter Emma auf. Der nächste Regen kündigt sich schon an.