Morgens kein Regen. Schelles Frühstück. Es gibt noch Wind, ist kalt und ab und zu regnet es wieder.
Wir entdecken Schilder an der Strasse, die einen nicht heimischen Vogel zeigen und eine Telefonnummer, unter der man Sichtungen des Tiers melden soll .
Wir fahren zurück nach Kalaru und dann den Tourist Drive Richtung Merimbula und Eden, der südlichsten Stadt von New South Wales. Bei schönem Wetter ist es bestimmt ein sehr netter Ort. Wir fahren zum Lookout, von dem aus man auch Wale sehen soll. Hier ist wirklich nichts los. Wir laufen zum nächsten Lookout, wo ein Mann von der Stadt in der Anlage arbeitet. Er meint, es sei "terrible weather".
181124 090302 Eden
Wir fahren zur wharf und schauen uns dort um. Das Boot für die Touren hat schon gar keine Zeiten mehr angeschrieben. Es regnet und wir laufen etwas herum, machen Fotos von den Fischerbooten und beobachten fasziniert Pelikane, als sie im starken Wind segeln wie Federchen, obwohl so ein Kerlchen ja schon ein ganz schön großes Kaliber ist.
Es gibt eine große Baustelle hier und wir fragen uns, was das wohl werden soll, bis wir eine Tafel entdecken, die Details über das Projekt enthüllt. Sie haben  Großes vor , Kreuzfahrtschiffe sollen hier anlegen können. .
181124 094320 Eden
In Eden machen wir einen Spaziergang und stöbern im Antiquitätenladen und im hiesigen indoor market mit Handarbeiten und Kunsthandwerk aus der Gegend. Dabei begegnet uns ein Windspiel, das wir kaufen müssen - Platz hin oder her...Immer wieder regnet es.
Wir fahren zu Boyds Tower in den Ben Boyds Nationalpark und stellen fest, dass das Eintritt kostet pro Fahrzeug. Wir wollen zwar nur zum Turm laufen und keine Tagestour machen, aber wir bezahlen. Schon bei der Einfahrt in den Parkplatz haben größere Wohnmobile Probleme wegen umgestürzter Bäume. Es gibt viele sehr trockene alte Bäume, die schon länger hier liegen, aber der Sturm gestern hat noch einiges mehr umstürzen lassen. Wir laufen zum Turm und bewundern die Aussicht zurück Richtung Eden.
181124 123352 Boyd Tower
Als ich noch ein paar der Pflanzen fotografiere, die aussehen wie Tomaten, geht Gerhard vor zum Auto. Plötzlich höre ich ein Knirschen und Brechen und ein großer Baum fällt um. Ich halte Ausschau nach Gerhard, der mir schon entgegen kommt mit der Aufforderung: Gas geben. Hier ist es wirklich nicht sicher.
Wir fahren noch zum Green Cape Lighthouse und stoppen am Lookout über die Deaster Bay, der Name sagt alles.
181124 133240 Disaster Bay
Für viele Schiffe endete die Fahrt hier. Das Lighthouse liegt auch im Ben Boyds Nationalpark und so hat sich der Eintritt dann wenigstens gelohnt. Man kann hier übernachten, was sicher eine interessante Erfahrung ist, wenn man die raue Gegend hier erlebt und man sich die Einsamkeit und Abgeschiedenheit vorstellen kann, die die früheren Lighthouse keeper erlebt haben.
181124 141353 Green Cape Lighthouse
Es weht so stark, dass man teils fast einen Satz macht, wenn einen eine Böe trifft. Mehr als ungemütlich. Wir laufen zurück zum Parkplatz und ich sehe im Augenwinkel etwas großes braunes: Ja, wirklich ein Wombat grast hier. Ist das schön!! Wir können Fotos machen und es scheint ihn nichts aus der Ruhe zu bringen, bis wir ein wenig zu nahe kommen und er laut grummelt und sich mit ein paar Schritte sehr flott entfernt.
181124 142945 Wombat
Wir freuen uns sehr. Da hat sich die Parkbehörde nicht lumpen lassen: Für den Eintritt gab es den Tower, das Lighthouse und noch einen Wombat! Ein Stück weiter läuft noch ein Echidna über die Strasse. Der ist allerdings zu schnell und verschwindet im Gebüsch, bevor wir in fotografieren können.
Wir fahren zum Lake Wonboyn Caravan Park bei Regen und bekommen eine site, die sogar etwas windgeschützt ist. Der Besitzer drückt mir noch ein Tütchen Vogelfutter in die Hand. Es gibt eine Menge Vögel hier. Wir haben noch nie so viele Bellbirds gehört. Leider tun diese Vögel den Bäumen nicht sehr gut.