Seit heute morgen haben wir nun seit unserem Start in Perth den ersten festen Termin, wenn man mal von unserer Heimreise absieht: Am 15.12 fahren wir von Melbourne aus mit der Fähre nach Tasmanien. Evi und Markus hatten uns ans Herz gelegt, mit der Buchung der Fähre nicht zu lange zu warten und sie hatten recht. Die freien Termine vor Weihnachten nehmen schnell ab.

Nachdem wir gebucht haben fahren wir nach Banana. Die Stadt heißt nicht so wegen der Frucht, sondern wurde zu Ehren eines beliebten Bullen so benannt, der den Namen wegen seines gelb-braunen Fells bekam.
Weiter geht es nach Baralaba, wo der Pub geöffnet ist, alles andere ist zu, selbst der General Store.
181021 101336 Baralaba
Das Historical Village ist auch geschlossen. Es gibt eine Telefonnummer, die man anrufen kann, um einen Termin auszumachen. Wir wollen heute niemanden stören. Schließlich ist Sonntag. So gibt es nur ein paar Fotos von außen.
In der ganzen Gegend fallen uns Felder auf mit Büschen. In einigen laufen Kühe herum und fressen an den Blättern. Wir überlegen, ob die Büsche eine Art Zufutter darstellen und finden auch einen Artikel dazu.
181021 103708 on the way
Rings um Moura gibt es wieder Minen. Vor der Stadt besichtigen wir pflichtbewusst den Marker für den 150. Meridian.
181021 113259 on the way
Im Ort entdecken wir ein wirklich schönes Kunstwerk an einem Wassertank .
181021 114209 on the way
Nun wollen wir uns noch den Dawson Lookout anschauen auf die gleichnamige Mine. Wir biegen an der Abzweigung ab, stoßen aber bald schon auf ein Schild mit dem Hinweis, dass die Strasse gesperrt ist. Wir können das gar nicht glauben und fahren weiter. Die Strasse ist wirklich komplett gesperrt, was seltsam ist. Der Lookout ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als wir nach Gründen suchen, stoßen wir auf einen Artikel, der die Sache erklärt. . Die Strasse ist wie nach einem Erdbeben aufgerissen Ende letzten Jahres. Man vermutet Sprengungen in der Mine als Grund.
181021 125428 on the way
Wir wollen heute abend in Theodore bleiben. Es gibt ein free camp, wo man gegen eine Spende übernachten kann. Der Platz hat mehrere überdachte Sitzecken, liegt am Fluß und es gibt Wiese. Alles in allem ist es recht nett und es ist fast niemand hier. Ein Paar packt gerade zusammen und es gibt noch einen weiteren Camper.
Als wir aussteigen, bemerken wir schnell den Haken an der ganzen Sache. Es gibt viele überdimensionale Mozzies hier. Wenn sie eine stechen, tut es richtig weh. In der Gegend steht viel unter Wasser wegen des starke Regens der letzten Tage. Außerdem gibt es hier ohnehin viele Bewässerungsgräben. Ein El Dorado für die Mozzies also.
Wir fahren nach Cracow, das zu Zeiten des Goldrausches gegründet wurde. Als der vorbei war, wurde es zur Geisterstadt. Die Öffnung von Minen führte zu einer kleinen Wiederbelebung des Ortes. Allerdings wohnen die meisten Minenarbeiter in abgetrennten eigenen Camps.
Wir fahren zum kleinen Minenmuseum, wo es einen freien Campingplatz gibt. Er hat drei Stellplätze, die alle schon belegt sind. Wir könnten uns zwar noch dazu stellen, aber wir finden es nicht sehr gemütlich dort. So fahren wir zum Hotel, wo es gegenüber einen Picknickplatz gibt, auf dem man auch stehen bleiben kann. Es handelt sich um eine nette Wiese. Einziger Haken hier ist, dass sie so abschüssig ist. Gerhard manövriert Emma in eine halbwegs geeignete Position, dann gehen wir hinüber, um das Hotel anzuschauen. Angeblich soll es hier einen Geist geben.
Später beginnt es etwas zu regnen, aber nicht so schlimm, dass wir nach innen vertrieben werden. Abendessen gibt es im Hotel, wo wir ein Paar treffen, das auf dem kleinen Campingplatz steht. Er ist ursprünglich aus England und sie Schweizerin.
181021 150455 Carcow
Als wir zurück zu Emma gehen, sieht es sehr bedrohlich aus. Überall hängen dunkle Wolken und es blitzt ständig am Horizont. Glücklicherweise werden wir hier verschont vor einem Gewitter.