Wir fahren nach Rockhampton, um noch einmal einen kurzen Eindruck der Stadt zu bekommen. Dann wollen wir eine der Routen nehmen aus der Broschüre "sandstonewonders", die ich vor einigen Wochen in einer Laundry entdeckt habe. Wir haben uns den "Shire Historical Trail" ausgesucht. Es geht zuerst nach Wowan. Highlight hier ist das Museum, das leider nur Montag bis Donnerstag geöffnet ist.
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So wird mit Beregnung in Australien Heu gemacht
Wir fahren weiter nach Goovigen, Jambin und Biloela. Hier entdecken wir eine Bäckerei, die selber gemachten Iced Coffee in Flaschen verkauft. Dazu gibt es einen Burger bzw. ein Toasty. Alles schmeckt sehr gut. Die locals mögen den Laden auch, denn es ist einiges los hier.
Da es noch nicht so spät ist, fahren wir die Schleife "Biloela Beauties". Lake Callide ist ein beliebter Freizeitort. Im Hintergrund sieht man den Damm und - weniger idyllisch - die Powerstation. Auf einem Hügel liegt der Lookout, von dem man ein Stück der Callide Mine sehen kann.
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Der Sunshine State heizt mit Kohle.
Landschaftlich schön geht es weiter. Es gibt viele blühende Kakteen, die teils groß sind wie wie Bäume
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und gilt in Australein als biosecurity risk.
Wir sind schon gespannt auf den nächsten Highlight der Tour, das alte Rainbow Hotel, das um 1850 gebaut wurde. Wir fahren fast an der Stelle vorbei, denn es gibt noch nicht einmal mehr eine Ruine zu sehen oder eine Grundmauer.
Einzig ein Gedenkstein und ein paar leere Bierflaschen erinnern an das Gebäude. Hier ist wieder einmal Fantasie gefragt, um sich das pulsende Leben um das Hotel vorstellen zu können...
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Nicht nur Western Australia auch Queensland lebt nach dem Motte unsere Landschaft soll schöner werden
Wir wollen in Biloela am Old Heritage Park übernachten. In dem ohnehin schon günstigen Preis ist sogar noch der Eintritt für das Gelände enthalten. Die Dame im Laden meint, es würde heute eine große Hochzeit hier stattfinden. Wir könnten schon bleiben, aber es sei unserer Entscheidung. Da uns eine große Menge feiernder Aussies nicht so recht geheuer ist, fahren wir zum Biloela Caravan Park. Es gibt noch zwei andere Campingplätze, aber die haben keine sehr guten Kritiken. Wir bekommen die letzte powered site. Als wir hinfahren, finden wir uns dort eng eingepfercht inmitten großer Wohnanhänger mit Klimaanlagen und TV. Das ist ein schrecklicher Platz. Ich gehe nochmal an die Rezeption und frage nach einer Alternative. Der Besitzer zeigt uns einen Platz am anderen Ende des Geländes, der auf einer Wiese liegt. Das Gras ist etwas hoch, aber ansonsten ist der Platz recht schön. Da uns der Besitzer den Differenzbetrag für den Strom nicht ausbezahlen kann/will, verspricht er ein Verlängerungskabel hierher zu legen. Allerdings bleibt es leider bei dem Versprechen.